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Thou Art Lord - DV8 (9/10) - Griechenland - 2002

Genre: Death Metal / Black Metal
Label: Black Lotus Records
Spielzeit: 40:59
Band homepage: Thou Art Lord

Tracklist:

  1. A Chaldean Hex
  2. Baphomet's Meteor
  3. Crowning The Winged Skull (Enthroning The Dragon)
  4. Society Of The Dilettanti
  5. Desire, Lust and Incubus
  6. Eyes Wide Shut And Lips Wide Open (The Dionysian Connection)
  7. The Shadow Doctrine
  8. Behind The Druid Walls
  9. Those We Guide
Thou Art Lord - DV8
Als ich den Namen THOU ART LORD las klingelten bei mir nicht sofort die Glöckchen, was wohl an ihrer Abwesenheit von großen Bühnen während der letzen sieben Jahren liegen dürfte. Das original Line-Up datiert von 1992 aber die Band wurde aufgrund anderweitiger Verpflichtungen ihrer Hauptmitglieder auf Eis gelegt - bis jetzt. Anno 2002 kommt die band mit "DV8" zurück, und zwar stärker als jemals zuvor, und mit einem beeindruckenden Line-Up: zu den Gründungsmitgliedern Skais (ROTTING CHRIST) und The Magus (NECROMANTIA) stoßen SEPTIC FLESH-Drummer Akis K und der Sänger derselben Band Seth.

In ihrer Bandbiographie beschreiben sie ihren Musikstil als "eine einzigartige Mixtur aus schnellem modernen Death Metal, primitiven Black Metal, packenden Melodien, verdrehten Harmonien und sogar einigen leichten New Metal Anleihen". Nun ja, die Beschreibung trifft es eigentlich. Der Nu-Metal-Anteil ist sicherlich präsent, und er ist so schlecht wie ich es vor dem ersten hören befürchtete. "Baphomet's Mentor" hat einen Teil mit cleanem Nu-Metal-artigem Gesang der einfach nur.... absolut falsch klingt! Nachdem das geklärt ist, ist zum letzten Track "Those We Guide" zu sagen, dass er etwas langatmig und weinerlich geraten ist. Hier enden auch schon die Beschwerden von meiner Seite aus, weil "DV8" eigentlich ein sehr gutes Album ist!

Der Sound von ROTTING CHRIST und SEPTIC FLESH ist mit Sicherheit auch bei THOU ART LORD einarbeitet, aber nur in den Grundzügen, denn letztgenannte klingen doch wesentlich brutaler. Gute Elemente von ROTTING CHRIST wie zum Beispiel die Chöre gibt es auch bei THOU ART LORD, bei dem (großartigen) Song "Crowning The Winged Skull (Enthroning The Dragon)" zum Beispiel. "Society Of The Diltettanti" und "Desire, Lust and Incubus" kommen dem brutalen Sound am nächsten, den ich mir von der Bandbeschreibung versprochen hatte, und so zählen sie auch zu den besseren Stücken des Albums.

Das nachfolgende "Eyes Wide Shut And Lips Wide Open (The Dionysian Connection)" ist ein weiteres Highlight auf dem Album, das ich den letzen Releases von SEPTIC FLESH und ROTTING CHRIST vorziehe (NECROMANTIA kenne ich leider nicht). Auf dem THOU ART LORD-Album vereinen sie die besten Elemente dieser zwei Bands, brutalisieren sie ein wenig und geben dem Ganzen ein wenig Pfeffer, damit es nicht nach ihren anderen Bandsaktivitäten klingt. Das Album ist vollgestopft mit guten Riffs wie in "A Chaldean Hex", "Behind The Druid Walls" und all den bereits genannten Songs. Die langjährigen Erfahrung der Bandmitglieder gibt dem Album auch dieses gewisse Extra, das ein Album braucht. Die Produktion ist sehr scharf, auch wenn die chorartigen Keyboards zeitweilig ein wenig untergehen (die anderen Keyboardeffekte haben die perfekte Lautstärke). Dann ist da noch das Artwork, dass wie finde den musikalischen Inhalt von "DV8" perfekt unterstreicht.

THOU ART LORD beweist, dass ein Projekt manchmal besser sein kann als eine Full-Time Band. Ich glaube nicht, dass dies das brutale Album ist, welches die Biographie ankündigt, aber das ist mir egal weil es ein großartiges Album ist! Fans von ROTTING CHRIST und SEPTIC FLESH können hier blind zugreifen, aber ich denke auch vielen anderen wird das hier gefallen! (Online 03. Februar 2003)

Vincent Portegijs



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