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Gordian Knot - Emergent (10/10) - USA - 2003

Genre: Progressive Metal
Label: Laser's Edge, The
Spielzeit: 49:51
Band homepage: Gordian Knot

Tracklist:

  1. Arsis
  2. Muttersprache
  3. A Shaman's Whisper
  4. Fischer's Gambit
  5. Grace (Live)
  6. Some Brighter Thing
  7. The Brook The Ocean
  8. Singing Deep Mountain
Gordian Knot - Emergent
Drei Jahre nach dem ersten GORDIAN KNOT Album, erscheint nun endlich das langerwartete "Emergent" Album. Sean Malone hat es wiederum geschafft hochrangige Musiker zusammenzustellen, wie etwa Jim Matheos (FATES WARNING), Paul Masvidal (ex-CYNIC), Jason Gobel (ex-CYNIC), Sean Reinert (ex-AGHORA, ex-CYNIC), Bill Bruford (ex-KING CRIMSON, EARTHWORKS) und Steve Hackett (GENESIS).

Eine ganze Menge, muss ich schon sagen. Ich bin mir sicher, manche schreckt diese Unmenge an Talent eher ab, da ihr nichts weiter als ein 50minütiges, frickeliges Solo erwartet, in dem auf schrecklichste Art und Weise deren ganze musikalischen Stärken hervorgehoben werden. Manche sind skeptisch, aufgrund oben genannter Gründe. Und Andere wiederum sind einfach daran interessiert, was diese guten, jungen Männer darbieten, wenn sie alle den Kopf zusammenstecken und etwas Schönes zu erschaffen versuchen.

Die letzte Vermutung liegt dabei am nächsten. Sean Malone hat das gesamte Album selbst geschrieben, was aber nicht heißt, dass die restlichen Musiker einfach nur Sessionmusiker waren. Jede Person bringt mit seinen Fähigkeiten an seinem Instrument etwas ein, so dass jeder Song sehr lebendig ist. Fast schon magische Fähigkeiten. Die Band schafft es, Gitarren- und Basslinien miteinander zu verweben und nebenher laufen zu lassen, jedes Instrument hat eine eigene, ergreifende Melodie, komplimentiert aber nur das Ganze. Schöne Stimmungen werden durch die verschiedenen Instrumente erzeugt, jeder Song nimmt dich mit auf eine Reise voller Genuss und Trauer, Frieden und Bedrohlichkeit.

Die Soli auf diesem Album müssen ebenfalls erwähnt werden. Während bei 99% aller Metalalben die Soli schnell als solche zu erkennen sind, kann man die Soli auf diesem Album kaum erkennen. Sie bilden sich aus den Melodien der Songs, verstärken die Stimmung des Moments und verschaffen der Sache noch mehr Raum. Man muss wirklich ins Booklet schauen, um zu sehen, wann sie gespielt werden! Sie sind tief in die Musik eingraviert worden, aber genau das macht die Sache noch besser.

Hier gibt es keine anspruchvollen Passagen, wo die Musiker der Welt nur zeigen wollen, wie gut sie ihre Instrumente beherrschen. Jeder Songs ist sorgfältig ausgearbeitet worden, perfekt dargeboten und mit Seele.

Wenn ihr aus euren musikalischen Grenzen ausbrechen wollt, dann ist das was für euch. Es ist alles instrumental und nicht exakt "Metal", mehr wie Heavy Jazz (jetzt hab ich ein neues Genre erfunden! :-)). (Online 12. April 2003)

Armen Janjanian



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