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3 tablaturen für Lacrimosa


Lacrimosa - Echos (6/10) - Deutschland - 2003

Genre: Gothic
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 72:20
Band homepage: Lacrimosa

Tracklist:

  1. Kyrie (Overture)
  2. Durch Nacht und Flut (Sache-Part I)
  3. Sacrifice (Hingabe-Part I)
  4. Apart (Bittruf-Part I)
  5. Ein Hauch von Menschlichkeit (Suche-Part II)
  6. Eine Nacht in Ewigkeit (Hingabe-Part II)
  7. Malina (Bittruf-Part II)
  8. Die Schreie sind verstummt (Requiem für drei Gamben und Klavier)
Lacrimosa - Echos
Tilo hat die Kunst, Gothic mit anderen Atmosphären und Genres zu vermischen schon vor 10 Jahren perfektioniert. "Echos" ist da nicht anders. Tatsächlich ist dies aber das zermürbendste und ungothicste Werk bis dato. Tilo hat mehr ein klassisches Album mit seinen bekannten Trademarks gemacht, so dass die Fans nicht enttäuscht würden.

Nun, diesmal hat er ein Album gemacht, dass ich mir immer wieder anhören musste, um es zu begreifen. Jene, die "Stille" und "Inferno" kennen, werden vielleicht überrascht sein, ob sie dies hier mögen oder nicht mögen werden. "Kyrie" ist eine 12minütige Instrumentalouvertüre, die klassische Musik mit etwas Oper vermischt und immer wieder etwas lauter wird, was auch auf dem Rest des Albums zu finden ist. Ich denke, damit hätte man auch gut die CD beenden können oder irgendwo im Mittelteil platzieren können. Dieser Opener ist für mich etwas zu derb um den Rest dieses Kunstwerks einzuleiten.

Dann kommen wir zu "Durch Nacht Und Flut". Hier hört man Tilo und Anne so, wie wir sie lieben. Upbeat Midtempo mit harten Drums und Tilo's leidenschaftlicher Stimme, die von Anne wunderbar unterstützt wird. Das musikalische Arrangement ist einfach beeindruckend. "Sacrifice" ist eine weitere beeindruckende Nummer, bei ich mich aufgrund der aus den Lautsprechern dröhnenden Orgeln in einer Kirche wähne. "Apart" ist der einzige englische Song auf der Scheibe. Diesmal können wir Anne glänzen sehen. Sie hat eine wirklich elegante Stimme, die einen verzaubert und die CD noch angenehmer und besser macht.

"Malina" ist ein weiterer Song der härteren Art, wie die von "Stille". "Die Schreie" ist ein weiteres 12minütiges Epos, welches die Scheibe gut abrundet und von einem Hidden Track nachgefolgt wird. Er ist ähnlich "Stolzes Herz". Es gibt keine Songs des Schlags von "Copycat" mit diesen wirklich harten, treibenden Riffs und Drums, aber was soll man machen.

Die Kompositionen sind einfach atemberaubend und wunderschön, aber für mich auch etwas zu langsam. Man kann sagen, dass in dieser Scheibe Tilo's Herzblut steckt. Man merkt das. Gebt der Sache ein oder zwei Chancen. Es könnte euch gefallen. (Online 02. April 2003)

Joe Florez



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