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Sinch - s/t (9/10) - USA - 2003

Genre: Nu-Metal
Label: Roadrunner Records
Spielzeit: 48:55
Band homepage: Sinch

Tracklist:

  1. To Die In Fall
  2. 433 (Hypothetical Situation)
  3. Tabula Rasa
  4. Something More
  5. Passive Resistor
  6. The Arctic Ocean
  7. Seven
  8. Plasma
  9. The Silent Aquiescence Of Millions
  10. Bitmap
  11. Armslength
Sinch - s/t
Manchmal dauert es eben viel länger als gewöhnlich, bis einer einzigartigen Band die gebührende Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Eines ist dabei aber sicherlich von großem Vorteil, denn wie im Falle von SINCH hat man genügend Jahre auf dem Buckel, um ein durch und durch ausgereiftes Album veröffentlichen zu können. Die Band aus Pennsylvania musiziert bereits seit 1994 und kann auf ein Demo ("Sinch"), zwei Longplayer ("Strychnie" und "Diatribe") und eine EP ("Project: Bluebird") zurückblicken, die jedoch den meisten unter uns eher unbekannt sein dürften.

Es ist keinesfalls verwunderlich, dass sich Roadrunner Records um diese hoffnungsvolle Band bemühten und schon vor der Veröffentlichung nicht mit Vorschußlorbeeren geizten. Dies geht bekannterweise zwar desöfteren in die Hose, bei SINCH waren diese jedoch mehr als angebracht und mit etwas Glück könnte diese Band bald zu den Topbands des Labels zählen. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gegeben, denn die Songs sind allesamt bis ins kleinste Detail voller Hingebung ausgearbeitet worden und unterscheiden sich untereinander doch recht stark, lassen auf der anderen Seite aber niemals den roten Faden, der sich durch das gesamte Album zieht, vermissen.

Die songschreiberischen Qualitäten, die SINCH mit diesem Album unter Beweis stellen, sind beachtlich und dürften selbst hartnäckige Kritiker überzeugen. Dabei ist der Sound schwer in eine bestimmte Sparte zu stecken, denn zu viele Stile treffen hier in Windeseile aufeinander. Trotzdem bleibt das Material die ganze Zeit über leicht nachvollziehbar und gut hörbar. Hier verschmelzen fette Gitarrenriffs mit sanften Akustikparts, Hardcore-lastiger Gesang mit einfühlsamen Refrains und schräg anmutende Instrumentalpassagen mit wilden Rock- und Metal-Attacken. Nimmt man nun den kraftvollen Opener "To Die In Fall", wunderschöne Ohrwürmer wie "433 (Hypothetical Situation)", die Single "Something More" und "Seven" oder die beinahe neunminütige Hymne "The Silent Aquiescence Of Millions", die Klasse von SINCH ist das gesamte Album allgegenwärtig und macht mit jedem weiteren Durchlauf eine entscheidende Spur süchtiger.

Jegliche Vergleiche zu anderen Bands können hier getrost vergessen werden, denn diese Band versteht verdammt gute Songs zu schreiben und darf als hell leuchtender Stern am Rockfirmament angesehen werden. Ein interessanter Nebenaspekt an der Live Performance von SINCH ist der einzigartige Einsatz einer Ocular Noise Machine, welche von Jay Smith entwickelt und auch patentiert wurde. Diese "interaktive Video Maschine" wird live wie eine Gitarre gespielt und orientiert sich an den Rhythmen und Beats. Somit dürfte es auch live ein Ereignis sein diese, und ich wiederhole mich in diesem Fall gerne, einzigartige Band zu erleben. (Online 28. März 2003)

Alexander Ehringer



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