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D.A.D. - Soft Dogs (8,5/10) - Dänemark - 2002

Genre: Hard Rock
Label: EMI-Medley
Spielzeit: 48:01
Band homepage: D.A.D.

Tracklist:

  1. Soft Dogs
  2. What's The Matter?
  3. The Truth About You
  4. Golden Way
  5. So What?
  6. Between You & Me
  7. Out There
  8. It Changes Everything
  9. Un Frappe Sur La Tete
  10. Blue All Over
  11. Hey Little Airplane
  12. Human Kind
D.A.D. - Soft Dogs
Ok, ich möchte etwas gleich gerade rücken. Das ist meine Band...ich meine DAS IST MEINE BAND. Für mich wird es einfach nicht besser. Wenn es zur Musik kommt, glaube ich daran, dass jeder seinen eigenen Geschmack hat...ihr wisst..."jedem/r das seine/ihre". Aber nein, Bullshit. Jedem das seine, mit Ausnahme von D.A.D. Wenn ihr vorgebt ein Metalhead zu sein und mein Freund sein wollt, dann kann ich euch nur drei Optionen geben: 1) Ihr liebt sie schon so wie ich (Cheers Alex...du hast den Test bestanden an dem Tag, an dem ich TMO entdeckt habe) 2) Du hast noch nie von ihnen gehört, aber wenn du mit ihnen in Kontakt kommst, wirst du gleich infiziert und wirst ein Fan wie ich oder 3) Du hasst sie, aber du hast genug von ihnen gelernt, um gut zu lügen (habe nie jemanden getroffen, der so sehr mein Freund sein wollte, dass er das getan hätte, aber ich lasse die Option offen). Sogar meine Nicht-Metal-liebende Frau hat bestanden...ich kann mich noch nicht entscheiden, ob sie Nummer 2 oder 3 ist, ich behalte sie also lieber noch etwas länger. Ich bin flach? Wen interessiert's? Wenn es nur D.A.D. und ich sind, ist alles in Ordnung!

Nun, im Allgemeinen stehe ich eher auf härtere Sachen. Sicher habe ich mich durch die 80er gerockt, gerollt und geglamt, aber der heutige Metal hat mich eher in einem düsteren und härteren Platz. D.A.D. bleibt meine Lieblingsband. Warum? Das ist die Kraft von D.A.D., meine Kinder. Ich habe nie eine so ansteckende Band gehört. Ich schwöre es, wenn ich der Mensch wäre, der eine neue Therapie entwickeln müsste, um Komapatienten wieder aufzuwecken, ich würde den Leuten Kopfhörer aufsetzen und D.A.D. die Arbeit machen lassen. Es könnte aber ein paar Durchläufe dauern...kommt schon...Komas sind ernst, Leute!

Nun muss ich mit dem Cover anfangen. Es ist nett, aber sehr ihr, ich weiß nicht, was ein "soft dog" ist. Ich bin ein Tierarzt, ich habe noch nie einen Hund daraufhin behandelt, dass er weich ist...kann keine Krankheit sein. Ich habe vier Hunde - wir liegen alle viel herum und schauen fern und wir alle sind in der Mitte etwas weich, vielleicht ist es das. Oder vielleicht repräsentiert ein soft dog jemanden, den ich SNAT nenne (sensitiver New-Age-Typ), der lernt, wie er den Bedürfnissen seiner Frau beikommen kann. Das sind recht tiefe D.A.D., ich mag meine besser. Es wäre nicht das erste Mal, dass etwas in der wörtlichen Übersetzung von englischen Texten ausländischer Bands verloren geht. Ich habe D.A.D. immer für ihren direkten Sinn für Humor anerkannt und wäre absolut nicht überrascht, wenn ich hier einen kleinen Witz nicht erkenne.

Nick Foss ist wieder für die Produktion verantwortlich und wie immer ist sie hervorragend. Ich liebe es, dass er es schafft den klassischen D.A.D.-Sound so gut einzufangen. Die charakteristisch melodiösen D.A.D.-Gitarren und der zweisaitige Bass sagen dir sofort, wer den Laser eingeschaltet hat. Er hat auch Jesper Binzers klassische Vocals vorne, wo sie hingehören. Herrlich!

Ja, D.A.D. sind mit den Jahren sanfter und reifer geworden. "Soft Dogs" macht da weiter, wo die letzten beiden Alben aufgehört hatten. Aus einem Grund bin ich über die Veränderung hinweggekommen...Veränderung meint hier wirklich Weiterentwicklung. Es gab in ihren Werken keinen Abfall in Sachen Qualität. Es kann etwas dauern, bis man auf ihren letzten CDs wirklich durchkommt, aber ich garantiere euch persönlich, wenn ihr ihr wirklich eine Chance gebt.

Etwas, das auch weiter wächst, sind die Harmonien. Sie sind so schön. Ich meine, im Ernst, Leute, der Refrain von "The Truth About You" ist so weich wie Butter. Diese Harmonien sind in beinahe allen Tracks so gut gemacht. Ich mag "What's The Matter", weil es den Gesangsstil des früheren Hits "Cloudy Hours" vom 1997er Album "Sympatico" hat. Es ist ein härterer Track mit etwas Blues darin. Dann werden die Dinge etwas langsamer als gewöhnlich oder nötig, von "Golden Way" bis "It Changes Everything". Es ist absolut nichts Falsches an den Tracks, außer dass ich sie nicht in dieser Reihenfolge auf die CD gepackt hätte. D.A.D. haben einen Gastauftritt von Cello und Streichern und, wenn sie eingesetzt werden, passen sie recht gut in ihren Stil...nettes Experiment, das funktioniert. "Un Frappe Sur La Tete" ist ein kleiner Rocker, der die alten D.A.D. für einen Besuch zurückbringt…sehr cool…es bedeutet "Ein Schlag an den Kopf", wenn ich mein französisch mich nicht im Stich lässt. Mein Lieblingstrack ist der Lieblingstrack…einfach ein gut geschriebener Song mit allen Zutaten darin. Es ist wirklich so angenehm Songs mit emotional gut platzierten Soli zu haben...nicht mehr so normal. Wieder sind D.A.D. frei von Füllern, ich werde also nicht alle Tracks ansprechen...kein Grund dafür.

Ich habe es etwas schwächer bewertet als ihr ihre letzten 5 CDs würde, aber nur um einen halben Punkt. Ich denke, dass sie ihre rockende Kante etwas deutlicher behalten müssen und das Material ist nur ein bisschen unter der Qualität als, sagen wir, dem stilistisch vergleichbaren "Sympatico". Ich würde auch gerne etwas mehr Humor, Zynismus und Sarkasmus sehen, den sie in den Neunzigern so meisterhaft beherrschten. Ich will sie nur nicht ermuntern noch sanfter zu werden.

Hier also die Zusammenfassung. Ich bin zu TMO gekommen, um etwas zu schreiben und neue Freunde zu machen. Ich will neue Freunde. Ich habe mein Herz ausgeschüttet und euch alles gegeben, was ihr braucht, dass ihr mein Freund werden könnt. Ihr seht, ich denke, dass Freundschaft Bereitschaft braucht und ich muss wirklich ein Zeichen davon haben, dass es euch auch wichtig ist. Holt euch also "Soft Dogs" oder irgendeine andere D.A.D.-CD, die ihr finden könnt...ok...Kumpel...Freund. Lasst mich wissen, wenn ihr es tut...dann gehen wir E-Mittagessen. (Online 29. Mai 2003)

Corey Nelson



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