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216 tablaturen für Sepultura


Sepultura - Roorback (8/10) - Brasilien - 2003

Genre: Thrash Metal
Label: Steamhammer
Spielzeit: 56:17
Band homepage: Sepultura

Tracklist:

  1. Come Back Alive
  2. Godless
  3. Apes Of God
  4. Mor Of The Same
  5. Urge
  6. Corrupted
  7. As It Is
  8. Mind War
  9. Leech
  10. The Rift
  11. Bottomed Out
  12. Activist
  13. Outro
  14. Bullet The Blue Sky (Bonustrack)
Sepultura - Roorback
Mit ihren letzten beiden Alben "Against" und "Nation" sorgten SEPULTURA nicht unbedingt überall für freudige Gesichter. Vielen ging der Mix aus Tribaldrumming, Hardcore und dem nur noch sporadischen Thrash Metal Anteil doch etwas zu weit. SEPULTURA hatten sich in den Augen vieler alter Fans zu sehr von Ihren Ursprüngen entfernt. Schon im Vorfeld des neuen Albums "Roorback" wurde wild spekuliert. Allerorten war zu hören das Material geht wieder mehr "back to the roots". Vergleiche mit "Beneath The Remains" oder dem absoluten Killer "Arise" wurden angestellt. Aber was erwartet uns jetzt wirklich auf "Roorback"?

Der erste Song "Come Back Alive" dürfte den älteren SEPULTURA Fans auf jeden Fall ein fettes Grinsen aufs Gesicht zaubern. Das Stück ist sehr rifflastig und geht als astreiner Thrasher durch. Hier sind Vergleiche mit z.B. "Arise" auf jeden Fall nicht unberechtigt. Derrick Green klingt auch fast so wie sein Vorgänger, Max Cavalera. Weniger Hardcore, dafür mehr Metal in der Stimme. Bei den folgenden drei Stücken "Godless", "Apes Of God" und "More Of The Same" tritt die Band aber wieder etwas auf die Bremse. Groovende Midtempo-Parts bestimmen hier das Klangbild. Der Sound ist sehr modern aber glücklicherweise nicht ganz so experimentell wie auf den letzten beiden Scheiben. Die kreischenden Gitarren und der teilweise sehr tiefe Gesang sorgen immer für das nötige Metalfeeling.

Das Stück "Urge" ist etwas experimenteller und hätte auch gut auf dem Vorgänger stehen können. Dem Stück fehlt es meiner Meinung nach etwas an Drive. Zum Durchatmen eignet es sich aber ganz gut. "Corrupted" dürfte live wohl für einige Action im Pit sorgen. Das Stück ist sehr punkig und lädt zu einer heftigen Runde Pogo ein. Irgendwas hat doch bis jetzt gefehlt!? Hat es einer gemerkt? Richtig, bis jetzt hatten wir noch kein Tribaldrumming! Beim sehr dichten "As It Is" taucht dieses zum ersten Mal auf. Ich könnte ruhig drauf verzichten, doch irgendwie sorgen diese Elemente auch für Abwechslung. Eingangs hatte ich ja die alten Fans erwähnt. Für die gibt's jetzt wieder was auf die Ohren. "Mind War","Leech" und vor allem "The Rift" hämmern ordentlich nach vorne und versorgen das Bangerhirn mit dem nötigen Kraftfutter.

Mit "Bottomed Out" gibt's dann kurz vor Schluss noch eine echte Überraschung. Der Song ist eine Halbballade die anfangs stark nach Country (!) klingt, später aber an Härte zunimmt. Mit "Activist" gibt es dann nochmal eine heftige Pogo-Nummer die die Pits dieser Welt zum Glühen bringen wird. Nach dem eher überflüssigen "Outro" gibt es als Bonus noch das U2 (!) Cover "Bullet The Blue Sky" zu dem man auf der CD auch noch das dazugehörige Video findet. Textlich geht es auf "Roorback" übrigens meist recht politisch zu.

Nach mehrmaligem Hören kann ich getrost sagen, dass "Roorback" wieder ein großer Schritt in die richtige Richtung geworden ist. "Against" und "Nation" werden klar in den Schatten gestellt. Man kann die Scheibe nicht wirklich mit einer anderen aus der SEPULTURA Discographie vergleichen, sie steht für sich selbst und hat von allen etwas. Vergleiche mit "Beneath The Remains" oder "Arise" treffen nur teilweise zu. Für jeden ist etwas dabei. Thrash, Hardcore, Punk und wenige Tribals. Also Abwechslung pur, aber auch keine wirklich klare Linie. Entscheidet selbst ob euch "Roorback" gefällt. Ich kann dem Teil auf jeden Fall wieder viel mehr abgewinnen als den beiden Vorgängern. Macht euch euer eigenes Bild und hört rein!

Anspieltips: "Come Back Alive", "Activist", "The Rift"... (Online 21. Juni 2003)

Patrick Weiler



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