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Infliction - The Faint Smell Of Suicide (8,5/10) - Italien - 2002

Genre: Death Metal
Label: Voice Of Life
Spielzeit: 45:22
Band homepage: Infliction

Tracklist:

  1. Intro
  2. A Credit To Dementia >mp3
  3. Soulquake Bizarre
  4. As Coward Meets Coward
  5. The Faint Smell Of Suicide
  6. Prelude
  7. The Blood That I Crave
  8. Hypochrist
  9. Unmorning
  10. Pleasure Called Hate
  11. Vanishing Point
Infliction - The Faint Smell Of Suicide
Melodic Death Metal und kein Ende. Diesmal haben wir INFLICTION aus Italien, die ihr Glück in diesem Stil versuchen und indem sie sich dieses Subgenre ausgewählt haben, haben sie sich selbst schon einigen Druck auferlegt, da dies ein Stil ist, der mit Sicherheit einer der bevölkertsten da draußen ist. Können sie uns also irgendetwas anderes bieten als die Legionen von Genrekollegen?

Nun, ja und nein. Zuerst einmal klingen sie schwedischer als italienisch und beim ersten Anhören war es doch etwas enttäuschend. Das Sextett versucht sein bestes, um seinen modernen Melodic Death Metal mit Keyboards und Samples aufzupeppen und sie haben damit auch Erfolg, ihre Kompositionen recht gut auflockernd. Als sehr gutes Beispiel hierfür kann ich "Soulquake Bizarre" anfügen, das alles enthält, von heftigem Death über gut eingesetzte Keys und Samples, verdammt guten Melodien bis hin zu akustischen Gitarren und exzellenten klaren Vocals, mit jeder Menge Abwechslung ist dieser Song ein Vorbote großartiger Dinge, die wir von INFLICTION erwarten können.

Das folgende "As Coward Meets Coward" klingt dann auch gleich ein gutes Stück anders, überrascht aber auch durch hochinteressante Drehungen und Wendungen, die den Song interessant halten, sehr interessant sogar, bevor der Titeltrack ein sehr interessantes gesprochenes Sample enthält, das sehr gut zum Track passt und "Prelude" erinnert mich sehr an die Instrumentals, die IN FLAMES auf ihren früheren Werken hatten. Und auch danach lockern die Italiener ihren modern klingenden Melodic Death mit Melodien, klaren Vocals, Samples, wechselnden Tempi und Strukturen auf, ohne es aber zu übertreiben, nie die Songs zusammenhanglos oder gezwungen klingen zu lassen.

Auch das Booklet ist etwas abseits der Norm, den Gesamteindruck von INFLICTION als anders als die Anderen weiter verstärkend. Auch die Produktion aus dem Alpha/Omega Studio ist kraftvoll und klar, sehr gut. Oh, bevor ich es vergessen, wir haben es hier auch mit einem ganzen Reigen recht bekannter Gastsänger zu tun, so wie Björn Goosses von NIGHT IN GALES (auch verantwortlich für das Artwork), Goth Gorgon und Draakh Kimera von MÖRK GRYNING sowie ANCIENT's Aphazel. Interessant genug, alle vier sind auf dem Track "Unmorning" zu hören (auch auf anderen, aber nur hier allesamt), einem brillanten Track mit akustischen Breaks und ein paar wirklich großartigen Dynamiken und Arrangements, ich bin beeindruckt, meine Freunde, wirklich beeindruckt!

Zu Beginn hatte ich gedacht, dass INFLICTIONs "The Faint Smell Of Suicide" nur eine weitere Melodic Death-Platte wäre, aber im Laufe des Albums musste ich anerkennen, dass es ein verdammt gutes Album ist, das einfach ein bisschen mehr Zeit braucht, dann aber in einen wahren Feuersturm großartiger Ideen losschlägt, auch adäquat umgesetzt, den schwedischen Death nehmend und auf ein anderes Level setzend, wow, macht nicht den gleichen Fehler wie ich am Anfang und unterschätzt diese Band, diese Jungs sind gut und jetzt stellt euch vor, zu was sie in der Lage sein könnten, wenn sie noch etwas mehr Erfahrung kriegen, denn das hier ist erst ihr Debüt! (Online 25. Juli 2003)

Alexander Melzer



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