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Niemand außer einer Handvoll Die Hard-Fans würde den Namen RAGE mit einer der besten europäischen Heavy Metal-Combos in Verbindung bringen, hätte die Truppe um Mainman Peavey Wagner nicht jahrelang ebenso verbissen wie energisch um jeden kleineren Erfolg gekämpft. Kaum eine Truppe in Deutschland hatte so einen steinigen und schweren Weg vor sich wie RAGE und meisterte ihn so beharrlich. Dafür gebührt Peavey und Co. der größte Dank.
Begonnen hatte alles unter dem Namen AVENGER, welche das Album "Prayers Of Steel" und die Mini-LP "Depraved To Black" auf den Markt brachte, bevor die Band sich aufgrund von Namensschwierigkeiten mit den englischen AVENGER (bei denen anfangs BLITZKRIEGs Brian Ross hinterm Mikro stand) in RAGE umbenannte. Ursprünglich sollte das Ganze unter dem Banner FURIOUS RAGE laufen, doch da spielte die Plattenfirma nicht mit.
Aber auch so sprang 1986 ein sehr kraftvolles, energetisches Album heraus. Mal sauschnell wie bei "Deceiver", mal fast kauzig wie beim äußerst abwechslungsreichen Höhepunkt der Scheibe, dem Titelsong "Reign Of Fear", und mal sehr melodisch wie bei dem die zukünftige Marschrichtung angebenden "Suicide", war und ist das Album immer sehr nachvollziehbar, ohne auf stumpfen Riffs und Melodien herumzureiten.
Auch wenn viele neuzeitliche Fans bei Erstkontakt mit den frühen Schandtaten ihrer Lieblinge den Kopf schütteln werden (nicht headbangen!), ist "Reign Of Fear" ein Meilenstein deutscher Metal-Geschichte. (Online 23. August 2003)
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