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Wenn man in Betracht zieht, dass diese Promo ein so seltsames und unübliches Format ist, als CD mit Tracks von 8 verschiedenen Vinyl-Veröffentlichungen, denke ich, dass es wohl das Beste sein wird, jede 7" für sich zu besprechen und auch zu bewerten, daher gibt es hier kein Gesamtergebnis, sozusagen.
BESTIAL MOCKERY - A SIGN OF SATANIC VICTORY:
Von Anfang an ist das hier genau, was man sich von BESTIAL MOCKERY erwarten würde, sehr schneller Black Metal mit sehr wenig Verschnaufpausen oder Dynamik. Für diejenigen unter euch, die diese Art des Black Metal mögen, seid versichert, dass die Tracks sicherlich hörbar sind, selbst wenn ihnen Abwechslung abgeht. Streckenweise hat es den Anschein als ob es die Vocals wären, die alles auf dem gleichen Level halten würden, da in den ersten beiden Tracks sehr ähnliche Gesangslinien verwendet werden, die es schwierig machen die beiden Tracks zu unterscheiden. Riffmäßig ist dies allerdings ein recht starkes Release, da das DARK FUNERAL meets VENOM meets Grindcore Riffing sicherlich sehr unterhaltsam ist, aber schwache Vocals und fehlende Inspiration die Band im generischen "schnell um der Schnelligkeit willen" Black Metal feststecken lassen. Diese Probleme ziehen ein andernfalls kurzes, schnelles, einfaches und eingängiges Black Metal-Release hinunter.
[6.5]
MARDUK - SLAY THE NAZARENE:
Der MARDUK-Teil ist einer der stärksten auf dieser Promoscheibe, da ich als Fan der Band diese Tracks als schieren, brennenden Kettensägen-Black Metal voller Energie und Hass anerkennen kann. BESTIAL MOCKERY könnten viel von MARDUK lernen, wenn sie ihre Musik weniger gezwungen und schnell nur der Schnelligkeit willen gestalten wollen. MARDUK haben ihre Kunst unter Kontrolle und vermeiden dies, stattdessen klingen sie inspiriert und feurig, da diese leidenschaftliche kriegsähnliche Performance nur zu empfehlen ist. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass diese 7" live aufgenommen worden ist, da im Intro Fangeräusche zu hören sind. Dieser Fakt macht dies noch beeindruckender und sagt einiges über den Live-Sound dieser Band aus, der hier so kraftvoll und verdammt laut ist!
[9]
BULLDOZER - FALLEN ANGEL/ANOTHER BEER:
Übermäßig einfach gehaltener, an VENOM orientierter Thrash Metal aus den 80ern. Was anderes hättet ihr euch von BULLDOZER erwartet? "Fallen Angel" ist voller einfachster Thrash-Riffs und rhythmischem Drumming und diesen Vocals, die ich aus irgendeinem Grund nicht ausstehen kann. Der Einsatz von ein paar Gitarrensolos hebt das hier von VENOM und Co. ab, da sie technischer sind als die Riffs erahnen lassen. Trotz meiner Worte werdet ihr ohnehin schon wissen, ob euch BULLDOZER gefallen oder nicht, mir tun sie...aber nicht allzu sehr.
[7]
DECAYED/ABIGAIL - THE BULLDOZER ARMAGEDDON VOL II:
Der DECAYED-Track auf dieser Split ist sehr matschiger Black Metal im Sinne einer BEHERIT-Produktion, nur nicht ganz so roh, böse oder effektiv. Die Drumarbeit ist zu einfach, um so herauszustehen, wie sie es tut und nimmt damit einiges der Effektivität des Tracks weg. Insgesamt ist es sehr einfach und nicht aufregend, aber dennoch recht gut. Als ein Tribut an BULLDOZER kann ich nicht kommentieren, da ich das Original nicht kenne. ABIGAIL andererseits geben dem Thrash-Riffing der alten Schule eine effektivere Heimat im Black Metal. Gesanglich bevorzuge ich diesen Track ebenso wie den Stil, der recht kehlig ist und schmerzvoll klingt und damit dem gesamten Track einen netten Effekt verschafft, dem noch durch eine Black/Thrash-freundlichere Produktion geholfen wird.
[7]
DENIAL OF GOD - ROBBING THE GRAVE OF THE PRIEST:
Mit Riffarbeit, die leicht auf "Panzerfaust" oder "Transilvanian Hunger" zu finden wären, hatte ich schon beim ersten Hören sofort Spaß. Das eingehende Riffing ist vielleicht etwas zu kurz für DARKTHRONE, aber das zweite ist bereits pure melodiöse Meisterarbeit, geradewegs von einem dieser beiden Klassiker entnommen. Die gesangliche Inspiration von Nocturno scheint auch durch und die langsameren Sektionen des Tracks sind auch beeindruckend. Produktionsweise klingt es wie ein weniger schweres "Panzerfaust". Sogar noch interessanter ist die Cover-Version von MAYHEMs Klassiker "Funeral Fog". Die Atmosphäre wird hier besser reproduziert als bei EMPERORs Version und einen guten Sänger zu haben tut sicherlich auch nicht weh. Einfach gesagt... This rocks!!
[9.5]
NUNSLAUGHTER - TRIFURCATE:
Mittelschneller Death Metal mit einer gewissen thrashigen Kante bekommen wir hier und ich war davon nicht wirklich beeindruckt, da nichts davon aus dem überfluteten Death Metal-Genre heraussteht. Sehr generisch und sehr einfacher Death Metal ohne Aufregung, mit durchschnittlichen Riffs und Vocals und einer schwachen Produktion und geringer Lautstärke... Nicht viel mehr, fürchte ich, also eine durchschnittliche Bewertung.
[6]
NECROSPHERE - MORTIS CAUSA:
Wie im Falle von NUNSLAUGHTER ist diese 7" von NECROSPHERE recht gewöhnlicher, mittelschneller Death Metal, aber im Gegensatz zu NUNSLAUGHTER war das hier recht unterhaltsam, abgesehen von den schwachen Vocals, die nach heutigen Grunzstandards sehr amateurhaft klingen. Die Riffs sind besser und einfallsreicher und die Produktion erlaubt ihnen heavy genug zu klingen, um wahr zu sein. Nach den beginnenden mittelschnellen Riffs zieht das Tempo deutlich an und die ganze Sache wird auch um einiges brutaler. Wenn ihr geradlinigen, riffschweren Death Metal mögt, dann könnte euch das hier gefallen, wenn ihr aber schon zu viel habt, dann braucht ihr das hier nicht. Das SLAYER-Cover hat mich auch nicht sonderlich beeindruckt und kommt nicht einmal annähernd an das Original heran.
[7]
SABBAT/IMPERIAL - THE BULLDOZER ARMAGEDDON VOL I:
Wie beim vorherigen BULLDOZER-Tribut kann ich nicht mit dem Original vergleichen, aber wie die Songs kommen, lässt SABBATs Produktion sie im Regen stehen. Schwache Vocals helfen da auch nicht, aber die Gitarrenleads sind gut gespielt und das Riffing klingt gut, auch wenn die Verzerrung nicht der angenehmste Sound ist. IMPERIALs Hälfte der Split beeindruckt mich genauso wenig, da ich weder den Gitarreneffekt noch die Produktion mag, aber dankenswerterweise waren die Vocals besser als bei SABBAT. Recht dumpf.
[5.5] (Online 27. August 2003)
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