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Eine Menge Leute, die sich diese Band anhören, haben von ihnen wahrscheinlich auf die gleiche Art und Weise gehört, wie ich. Jemand erzählte mir "Mann, du musst DECAPITATED anchecken, sie spielen brutalen, technischen Death, so wie SUFFOCATION und ihr Drummer ist VIERZEHN!". Dem Rat dieser Person, mit der ich in einem Chatroom rede, folgend, habe ich mir den Song "Winds Of Creation" heruntergeladen.
Meine erste Reaktion war: "Dieser Typ lügt. Eine Band aus Kindern kann keine Musik wie diese schreiben!" Zum Glück für Genre-Fans lag ich daneben.
Die Band kommt aus der momentanen Kraftschmiede brutalen Death Metals, Polen, wo Bands wie BEHEMOTH, YATTERING und VADER (neben anderen), ihr Handwerk bereits seit vielen Jahren pflegen.
DECAPITATED folgen im Prinzip in den Fußstapfen derer, die vor ihnen waren, mit einem gutgeschriebenen Broken Death Metal. Obwohl ihr Songwriting viel zu stark an die Großen angelehnt ist, ist dies doch irgendwie verständlich, aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung. Eine Identität findet man nicht über Nacht, das ist etwas, das über die Jahre geformt wird.
Die Musik, wie bereits beschrieben, trägt mehr der extremeren Seite des Death Metal-Spektrums bei. Die Band hat sich der "Klangwand"-Schule des Songwritings angenommen. Zum Glück weiß die Band, dass wenn die Musik zu einem Display technischer Fähigkeiten wird statt tatsächlichem Songwriting, dass die Brutalität der Musik verloren geht. Zum Glück haben DECAPITATED auch festgestellt, dass ein Album mit 40 Minuten totaler Brutalität manchmal zu viel für den Hörer sein könnte, statt dich also mit endloser Brutalität zu beerdigen, weiß die Band, wann sie etwas grooviges Riffing einlegen muss. Ein Album, das versucht dich ständig mit Heaviness attackiert wird nach einer Weile ermüdend und sich wiederholend (Hat hier irgendwer HATE ETERNAL gesagt? Ich liebe das neue Album, aber kommt schon!)
Die CD endet mit einem Cover von SLAYERs "Mandatory Suicide". Ich bin kein großer Freund von (jeder Art von) Metal-Bands, die einen Song einer anderen Metal-Band covern, hauptsächlich, weil die jüngere Band oft nicht viel mehr macht als den Song exakt nachzuspielen (mit Ausnahme des Solos) und dieses Cover ist dabei keine Ausnahme. Diese Version ist auch etwas schneller und die böse Atmosphäre ist irgendwie verloren gegangen.
Alles in allem ist das hier nicht nur ein großartiges Album im brutalen Death-Genre, es zeigt auch das große, noch unangetastete Potential dieser Jungspunde, in den nächsten Jahren in die Speerspitze des Genres zu wachsen. Es ist auch eine großartige CD, wenn man mit dem extremeren Ende des Metal-Spektrums noch nicht vertraut ist.
Sehr empfehlenswert. (Online 16. September 2003)
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