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Sabotage - Medniy Byk (6,5/10) - Russland - 2001

Genre: Hard Rock
Label: Aria
Spielzeit: 44:37
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Mednyi Byk
  2. Igri Pod Lunoi
  3. Liveny Tisyatchi Zhal
  4. Opiumniy Dim
  5. Kometa V Sozvesdiy Psov
  6. Crème De Violette
  7. Stranica Notchi
  8. Zvezda
  9. Mama
Sabotage - Medniy Byk
Lange Zeit hatte ich nach traditionellem Metal oder Hard Rock aus Russland gesucht und konnte nichts finden. Jetzt kommen mehr und mehr Bands dieser Stilarten heraus und auch wenn SABOTAGEs Name nicht wirklich originell ist, so wird er doch auf kyrillisch geschrieben und sollte damit eher SABOTAZH geschrieben werden, aber das nur am Rande...

Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich hier eine Portion traditionellen 80er Metal bekommen würde und der Anfang von Opener "Medniy Byk" hat mich darin auch noch weiter bestärkt, mit einem treibenden Riff und allem, aber schon nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass wir hier klassischen Hard Rock präsentiert bekommen, wie bei vielen Bands aus Russland mit Texten in ihrer Heimatsprache, was zum einen das Verständnis der Texte etwas schwierig macht und teilweise auch einen etwas seltsamen, gleichzeitig aber auch interessanten Klang in die Kompositionen bringt.

Sobald man sich daran gewöhnt hat (dauert zumindest bei mir nicht allzu lange), braucht man wiederum ein bisschen, bis man sich an die Stimme von Sergey Safonov gewöhnt, denn diese hat einen sehr eigenen Klang, der bei manch einem sicherlich nicht auf uneingeschränkte Zustimmung stoßen wird. Also, wie bereits gesagt, klassischer Hard Rock ist es, was uns SABOTAGE hier präsentieren und in eigentlich allen Herangehensweisen ist er traditionell, Überraschungen haben die vier Russen kaum im Angebot, dafür bieten uns die Herren Safonov, Fomin, Gorbachev und Savushkin solide Handwerkskost.

Dass das nicht unbedingt das Schlechteste sein muss, beweisen uns eben auch SABOTAGE mit Tracks wie dem bereits erwähnten Opener "Medniy Byk", dem Rocker "Igri Pod Lunoj" (bei dem ich zugeben muss, dass Safonovs Stimme besonders gewöhnungsbedürftig ist), auch "Liveny Tisyatchi Zhal" kommt gut herüber, ebenso wie das schnellere "Stranica Notchi", das um einiges kräftiger durch die Boxen kommt, sowie das abschließende "Mama". Es ist allerdings mehrmaliges Hören angesagt, nicht wegen Komplexität, sondern um sich an die verschiedenen Elemente zu gewöhnen und es ist tatsächlich so, dass sich Teile erst öffnen, wenn man sie ein paar Mal gehört hat.

Gut, etwas Herausragendes ist "Medniy Byk" vielleicht nicht geworden, aber solide ist das Album allemal. Die beiden größten Hürden werden wohl die Sprache und der Gesang sein, das gibt dem Album aber gleichzeitig schon wieder etwas Eigenes. Letzten Endes werdet ihr selbst entscheiden müssen, ob ihr euch "sabotieren" lasst.

Erhältlich bei www.metal-cd.ru! (Online 20. September 2003)

Alexander Melzer



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