The Metal Observer - Everything in Metal!

Band-Archiv: Metalheads online.  
# | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z Nach Land | Nach Stil | Nach Reviewer






Weitere Informationen:
Weiteres zu Fear Absolute

Weitere Reviews
Aktuelle Updates
Artikel drucken
Bewertungserklärung



Fear Absolute - Apprehension (9/10) - Kanada - 2003

Genre: Progressive Death Metal
Label: Discorporate Music
Spielzeit: 58:48
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Apprehension
  2. Dreamland
  3. The One You Hate
  4. All That I had
  5. Forgotten
  6. What Has It Given You
  7. Absolution
Fear Absolute - Apprehension
Wenn man in einer Welt lebt, in der mangelnde Eigenständigkeit mit einem Millionen-Dollar-Vertrag belohnt wird, ist es immer wieder erfrischend einer Band zu begegnen, die Musik direkt aus dem Herzen macht. So klischeehaft das nun auch klingen mag, das ist genau, wie ich die kanadischen Progressive Death Metaller FEAR ABSOLUTE beschreiben würde. Ursprünglich im Juli 1998 gegründet, besteht die Band jetzt aus Dale Lyons an den Gitarren, Dan Rogers an den Drums und Rick Daigle am Bass (obwohl auf diesem Album Chris Mercer spielte, da Rick der Band erst nach den Aufnahmen beigetreten ist). Während die bescheidenen Anfänge und momentane Ansässigkeit einen zum Gedanken verleiten könnte, dass sie auf immer lokal bleiben würden und nichts mehr, so wird die Qualität des Materials ihres zweiten Albums "Apprehension" ("The Truth" war ihr Demo) alle zum Schweigen bringen, die dich genötigt fühlten das Vorgenannte zu behaupten.

Mit sieben Songs und einer Spielzeit von beinahe einer Stunde sollte es deutlich werden, dass diese Jungs nicht mit einer schnell geschriebenen Sammlung an Songs ankommen. Vorsichtig komponiert und gespielt, schaffen es die Songs dieses Albums sehr deutlich das Talent der beteiligten Musiker zu demonstrieren. Getragen beginnend, nur um schnell schneller zu werden, gibt der eröffnende Titeltrack "Apprehension" gleich das Tempo für den Rest des Albums vor. Komplett mit zahllosen Zeitwechseln, eingängigem Riffing, bedrohlichen Vocals und herausragender Drumarbeit ist es einfach in diesem exzellenten Track die "...And Justice For All"-Ära METALLICA-Einflüsse herauszuhören. Das folgende "Dreamland" setzt das Album dann so vielversprechend weiter wie bereits der Opener (was nicht so einfach ist, glaubt mir). Von der Basis über Drumintro bis Gitarrensolo über Blastbeat-Ende lässt dieser Song sehr wenig zu wünschen übrig, was uns zum mehr als 13-minütigen Monster "The One You Hate" führt. Mit einem netten Intro mit Jon Schaffer-artigem Riffing (ICED EARTH), donnert dieser Song mit genügend Drehungen und Wendungen (wie einem unerwarteten, aber effektiven klaren Gitarrenbreak) daher, um über die gesamte Songlänge das Interesse aufrecht zu erhalten.

Mit "All That I Had" verschwendet Frontmann Lyons keine Zeit, um den Hörer von seinen gesanglichen Fähigkeiten zu überzeugen. Durch den Einsatz unverzerrter Gitarren und gesprochener Worte, wird dieser Song eure Aufmerksamkeit ebenso behalten wie die vorhergehenden Werke. Ich könnte noch weiter machen...und das tue ich auch. So wie "Dreamland" nutzt auch "Forgotten" Drums und Bass, um den perfekten Hintergrund für Lyons' emotionale Gesangsdarbietung zu liefern. Während man denken könnte, dass man an diesem Punkt FEAR ABSOLUTE verstanden hätte, lässt einen "What Has It Given You" wieder von Neuem denken. Ich werde euch das selbst überlassen. Wenn man bedenkt, wie der vorhergehende Track gelaufen ist, beginnt der abschließende Song "Absolution" vollkommen kontrastierend, was ihn (für diese Ohren) noch unterhaltsamer macht. Auch mehr als 10 Minuten lang, bringt dieser Track eine extrem professionelle Veröffentlichung zu einem Ende, komponiert und gespielt von Individuen, die man nur als erfahrene Musiker beschreiben kann.

Textlich setzt sich "Apprehension" sehr erfolgreich mit menschlichen Erfahrungen und Emotionen als Inspiration auseinander. Auf einem Album solche Themen zu finden ist recht erfrischend, da man den Songwriter wirklich verstehen kann und sich vielleicht selbst in Verbindung bringen kann. Ich will allerdings keinen dieser Songs textlich analysieren, da der Versuch die Bedeutung selbst zu entziffern dieser starken Platte eine weitere unterhaltsame Dimension verleiht.

Während traditionelle Death Metal-Fans aufgrund der progressiven Natur der Musik frustriert werden könnten, werden diejenigen, welche eben dies suchen etwas finden, das zum Nachdenken anregt, zu unkontrollierbarem Headbanging oder beiden. Wie bei jeder Platte dieses Kalibers braucht auch "Apprehension" Zeit, um aufgenommen zu werden, denn ohne Zeit kann man der Komplexität des Albums nicht wirklich gerecht werden. Alles was ich noch sagen kann ist, dass ich jeden, der sich als Metalhead bezeichnet, dazu auffordere mit offenem Geist und offenen Ohren auf die Website der Band zu gehen. Ihr werdet mit Sicherheit belohnt. (Online 7. Oktober 2003)

Nathanaël Larochette



© 2000-2013 The Metal Observer. Alle Rechte vorbehalten Haftungsausschluss