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Eine irische Power Metal-Band? Das ist etwas komplett Neues für mich, SCAVENGER haben sich mir noch nie persönlich vorgestellt, also haben HALLOWED die Ehre diese Premiere für mich darzustellen :) Der irische Teil besteht dabei aus Sänger Camillus Croke sowie Gitarrist/Songwriter Ian O'Sullivan, vervollständigt vom ehemaligen SCANNER-Bassisten A.B.C. Smith sowie dem amerikanischen Drummer Jesse Braun.
Das Info schreibt von einer Mischung aus JUDAS PRIEST und IRON MAIDEN, mit irischen Einfluss, große Worte, aber können HALLOWED diesen auch Taten folgen lassen (selbst wenn die Band selbst für die Infozettel in den allerwenigsten Fällen etwas kann)? Nun, so ganz kann das Quartett den hochgestochenen Worten zwar nicht gerecht werden, aber das bedeutet in keinster Weise, dass es nicht den Ansprüchen Genüge tun würde.
Das vierminütige Intro "Caioneadh/Lament" ist gleich ein gutes Beispiel für den irischen Einfluss, mit schönen Melodien und gewissem folkigen Touch in den Drums, manch einer mag vier Minuten als zu lang ansehen, ich für meinen Teil mag es. Gleich danach legt "Feed The Machine" gleich ordentlich fetzig los, mit starkem Riffing, tighter Rhythmussektion und ebenso guten Vocals von Camillus Croke, hier kommt die NWoBHM recht stark durch, aber das ist keineswegs als Beschwerde anzusehen, ganz im Gegenteil! Danach nehmen sie eine kleine Verschnaufpause, indem sie sich in etwas gewöhnlicheren Heavy Metal zurückziehen, bis "Seed Of Hope" wieder ordentlich kracht und stellenweise in einen beinahe thrashigen Rhythmus verfällt.
"Blind Saviour" kracht dann wieder sehr riffbetont aus den Boxen, Double-Bass-getrieben und mit pumpendem Bass, hier kommen im Aufbau alte IRON MAIDEN wieder zum Vorschein, starkes Teil, ebenso wie das folgende "Impact", das auch treibenden Heavy Metal der alten Schule bringt, während "Mask Of Sanity" von der Struktur her gewisse ältere ICED EARTH in den Sinn bringt, wenngleich der Sound wesentlich mehr im Metal der Achtziger verwurzelt ist.
Alles in allem ist "Forgotten People" sicherlich kein bahnbrechendes Album geworden, aber doch eines, das sich durch seine deutliche 80er Heavy Metal-Schlagseite angenehm vom häufigen Power Metal-Einheitsbrei abhebt und Freunde der traditionellen Kost zufriedenstellen sollte, auch wenn der irische Einfluss außer im eröffnenden "Caioneadh/Lament" nirgendwo zu finden ist... (Online 28. September 2003)
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