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3 tablaturen für Crimson Glory


Crimson Glory - Transcendence (10/10) - USA - 1988

Genre: Power Metal
Label: Roadracer
Spielzeit: 50:51
Band homepage: Crimson Glory

Tracklist:

  1. Lady Of Winter
  2. Red Sharks
  3. Painted Skies
  4. Mask Of The Red Death
  5. In Dark Places
  6. Where Dragons Rule
  7. Lonely
  8. Burning Bridges
  9. Eternal World
  10. Transcendence
Crimson Glory - Transcendence
Was heißt es schon, dass ich dieses Album bereits seit 15 Jahren habe und es mir immer noch alle paar Wochen anhöre? Nun, CRIMSON GLORY werden im Underground als eine der großartigsten Bands der 80er verehrt und diese CD macht dies auch einfach verständlich, denn sie ist eine der drei besten Power Metal CDs aller Zeiten (die anderen zwei sind QUEENSRYCHE's "Operation: Mindcrime" und LOST HORIZON's "A Flame To The Ground Beneath").

Nach ihrem wenig beachteten Debüt (das in den USA noch nicht mal vertrieben wurde) benötigten CG einen großen Release um ihr Heimatland zu erobern. In der einen Hand waren sie mit einem Roadrunner Deal bewaffnet, in der anderen Hand hatten sie den besten Metal, der je geschrieben wurde und so erreichten die Jungs aus Florida ihre Ziele. Mit "Transcendence" vollzogen CRIMSON GLORY in einem Schritt den Weg von der Kult- zur Legendenband. Sie kombinierten die Twin-Axe Harmonien von IRON MAIDEN mit der melodischen Schönheit von QUEENSRYCHE und fügten eine gute Dosis US Crunch hinzu und so erschufen CG einen Sound, der einerseits erdrückend andererseits wunderschön war, ein Sound, der völlig eigenständig war und den niemand je wieder erreichen konnte. John Drenning war und bleibt einer der einzigartigsten Gitarristen des Metals, sein ausgeprägter Leadstyle und sein Klang waren unmissverständlich. Ein weiterer wichtiger Part im CRIMSON GLORY Sound war der von Jeff Lords am Bass, dessen komplizierte Basslinien der Musik stets einen Stolz und einen Groove verlieh, was die meisten Metal Bands einfach nicht haben. Der wahre Star von CG aber, war die legendäre Stimme von Frontmann Midnight. Heute gilt der Mann als Rätsel, damals prägte er jeden Song mit seiner stählernen Stimme. Ja, er kann die Höhen treffen, viele Metalsänger treffen die Höhen, aber niemand anderer hatte diesen rasiermesserscharfen silbernen und seidenen Unterton. Der einzige Sänger, den man mit Midnight vergleichen könnte, ist LOST HORIZON's Daniel Heiman und dass sagt schon viel aus, meine Freunde.

Die Tracklist konnte ich hierzu aus dem Gedächtnis heraus aufschreiben, denn ich kann nicht einen einzigen der Songs vergessen. Selten, wenn überhaupt, gab es eine solche Ansammlung an absolut wahnsinnigem, reinem Metal Songwriting wie auf dieser Scheibe. Vom Opening Riff von "Lady Of Winter" an ist dies ein einziges Metal Meisterwerk. Es gibt überstürzte Powersongs wie "Mask Of The Red Death" oder das verstandraubende "Eternal World", es gibt dunkle, balladenartige Songs wie "Burning Bridges" oder das radiotaugliche "Lonely". Und dann gibt es noch prägende, mystische Stücke wie "Where Dragons Rule" oder das unglaubliche "In Dark Places" - der beste Song, den John Drenning je geschrieben hat. Dies sind einige der besten Metal Songs, die je geschrieben wurden und ihr solltet nicht einen davon verpassen.

Dies ist ein klassisches, zwingendes Album und keine Metalsammlung ist komplett ohne dieses Album. Eines der besten Melodic Metal Alben der 80er bzw. überhaupt und ein Meilenstein, der unzählige andere Bands inspiriert hat, zudem klingt "Transcendence" auch heute noch so klasse wie damals, als es 1988 veröffentlicht wurde. Ein makelloses Album einer tollen Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, das schon lange als qualitative Neuaufnahme fällig war. Wenn ihr es noch nicht habt, dann holt es euch. Wenn ihr es haben solltet, dann holt es wieder raus, spielt es und erinnert euch daran, wie cool es doch ist. (Online 5. November 2003)

Paul Batteiger



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