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GRIFFIN waren eine jener Bands, die ich früher total anbetete. Ihre Musik war einerseits sehr rau und unterproduziert aber dafür auch ungemein episch, kreativ und aufregend. Keine der heutigen Acts schafft es diese Atmosphäre heraufzubeschwören. Ihr Gespür für MAIDEN-artige Gitarrenläufe, Supersongwriting und etliche Tempiwechsel waren einfach gigantisch. Nicht dass GRIFFIN aus lauter hochtalentierter Musikstudenten a la DREAM THEATER bestanden. Nein, sie waren Epic-Metaller durch und durch. Ihre Musik bedeutete mir damals wie heute sehr viel. Allein schon der charismatische Gesang von Roderick McKay macht schon viel des Reizes aus. Wenn ihr mit dem Begriff Kauz etwas anfangen könnt, dann ist der Gute eher ein Riesen-Uhu!!! Sein gekrächzte Stimme ist das Salz in der Suppe, der GRIFFIN'SCHEN Kunst. Er ist das beste Beispiel dafür, dass einer der besten und originellsten Shouter aller Zeiten, keine drei-Oktaven Geoff-Tate-Gedenkstimme hat, sondern einfach nur göttlich kreischt.
Songs wie das unsterbliche "Hawk The Slayer" oder "Submision" sind Epic-Stoff vom Allerfeinsten und tragen gerade seine stimmliche "Handschrift". Eine Hymne wie "Heavy Metal Attack" sollte einfach Pflichtstoff für alle Metalheads sein! Wer einmal den Titelsong "Flight Of The Griffin" gehört hat, der muss zugeben, dass dies einer der epischsten und majestätischsten Tracks überhaupt ist. Was für ein Gänsehautrefrain!!! Ein Heiligtum in der Metal-Historie!
Das Album kam 1984 bei Shrapnel heraus und wurde kurzerhand von Steamhammer/SPV lizenziert. Ich glaube nicht, dass die Scheibe sich gut verkaufte, aber unter US-Metal-Freaks hat sie Gottstatus! In unzähligen Ramschkisten findet man sie oft, genauso wie der geile Nachfolger "Protectors Of The Lair". Wer da nicht zugreift, der ist selbst schuld. Bin mir auch sicher, dass die meisten jüngeren Metalfans wohl herzlich wenig mit dieser Musik anfangen können. Ist irgendwie auch gut so… (Online 7. Januar 2004)
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