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1985 lösten sich MERCYFUL FATE auf. Während Hauptsongschreiber Hank Sherman unter dem Namen FATE mit kommerzielleren Klängen weitermachte, schnappte sich King Diamond die alten Weggefährten Timi Hansen (Bass) und Michael Denner (Gitarre), um von nun an unter seinem Pseudonym das MERCYFUL FATE-Erbe weiterzuführen. Ergänzt wurde die Band um die Neulinge Andy LaRocque (Gitarre) und Mikkey Dee (Drums).
Im gleichen Jahr (1985) erschien als Vorgeschmack auf zukünftige Schandtaten die "No Presents For Christmas"-Maxi. 1986 war es dann soweit: "Fatal Portrait", der erste Longplayer unter dem Banner KING DIAMOND schlug in der Szene ein. Viel hatte sich im Vergleich zu MERCYFUL FATE (zum Glück) nicht geändert. Ein bisschen mehr Melodie, aber ansonsten das gewohnte Bild. Anspruchsvolle und zugleich eingängige Songs bestimmen das Szenario.
Abwechslung war eh noch nie ein Fremdwort für den Dänenkönig und sein Gefolge. Eine äußerst gruselige Atmosphäre schwebt über den Liedern wie der kalte Atemhauch des Unvorhersehbaren, Gänsehaut pur! Die Gitarristen werfen sich die Bälle so geschickt zu, wie es ansonsten nur die größten Gitarrenduos der Welt à la IRON MAIDEN oder ACCEPT können. Monstermäßige Riffattacken und unfassbare Soli tanzen einen höllischen Reigen. Die treffsichere Rhythmusarbeit tut ihr Übriges dazu. Und über allem thront die hohe bis höchste Stimme des Zeremonienmeisters wie eine Fanfare des Unheils. Zu des Königs Stimme gibt es nur zu sagen: Lieben oder hassen, eine andere Wahl gibt es nicht.
Durchschnittliche oder gar schlechte Songs sind auf "Fatal Portrait" nicht zu finden, im Gegenteil. Trotzdem möchte ich den flotten Fetzer "Dressed In White" noch herausheben, da sich hier alles, was das Album ausmacht, in gebündelter Form wiederfindet. (Online 24. Dezember 2003)
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