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Eniac Requiem - Space Eternal Void (9/10) - USA - 2000

Genre: Progressive Metal
Label: Shrapnel Records
Spielzeit: 50:24
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Prelude
  2. Amulet Of The Sun
  3. Wyrm
  4. Endless Cosmos
  5. Shadows Fall
  6. Lost In The Void
  7. Sad Clown In Europe
  8. The Slow Poisoners
  9. Nemesis
  10. Darkness Planet Earth
  11. Guenhwyvar
  12. Empire Of Dolls
  13. Finale
Eniac Requiem - Space Eternal Void
Bei dem Blick auf das Label werden sich manchen verschreckt in die hinterste Ecke verkriechen und flehend um Gnade bitten. "Nein, bitte nicht...aahhhh nein...diese Schmeeeerzeeen..." Die quälenden Erinnerungen an endloses, nicht enden wollendes Gitarrengedudel und planloses Saitengewichse lassen selbst hartgesottene Metal-Freaks nach wie vor erschaudern, wenn die Sprache auf Shrapnel Records kommt. In den Achtzigern bombardierte uns dieses Label mit hochgepriesenen Gitarren-Göttern, die sich aber schon nach dem ersten Durchlauf als Furz bei Windstärke 10 erwiesen - schnell draussen und in Luft aufgelöst.

Damit ich hier jetzt wieder einen roten Faden finde, muss ich hier aber schnellstens Entwarnung geben: Raus aus der Ecke, den dieses Shrapnel-Produkt ist grandios - höllisch geil und entschuldigt für so manches zum Fenster raus geworfenes Geld!

Die Scheibe ist zwar nicht mehr ganz taufrisch (veröffentlicht 1998), aber ich habe diese CD erst vor einigen Wochen, nach endloser Suche endlich in die Finger bekommen und es wäre eine Schande, wenn eine Perle wie diese unbeachtet in Vergessenheit geraten sollte.

Hinter ENIAC REQUIEM verbergen sich fünf hochtalentierte amerikanische Jungspunde, die mit "Space Eternal Void" jeden Progressive Metal-Fan die Kinnlade bis zu den Kniescheiben klappen lässt. Der Einstieg mit "Prelude" lässt schon erahnen was einem in den kommenden 50 Minuten erwartet. Ein enorm druckvoller und fetter Gesamtsound und Songs, bei denen widerspruchslos die Aufmerksamkeit des Hörers beansprucht wird. Grosses Augenmerk wird bei ENIAC REQUIEM speziell in den Gitarren- (war auch nicht anders zu erwarten, ich sag nur Shrapnel) und Keyboard-Bereich gesetzt.

Furiose Solos und Riffs dieser beiden Instrumente dominieren sämtliche Songs. Jedoch legen Derek Taylor (v/g), Scott Stine (g), David Perry (b), Brett Stine (keys) und Rob Stankiewic (dr) sehr viel Wert auf Abwechslung. Donnernde stampfende Parts, bei denen man einfach bangen muß, egal ob der letzte Nackenwirbel dabei draufgeht, wechseln sich ab mit gefühlvollen, zum Teil sehr getragenen balladesken Stücken. Neben diesen Passagen gibt es auch noch viele liebevoll eingearbeitete Klassikteile und ab und zu findet sich auch so manch schräger Part ein. Alles wirkt sehr durchdacht und man merkt den 13 Songs deutlich an, dass sie aus einem Guss sind. Einen unverwechselbaren Touch erhält das Ganze zudem noch durch die charismatische Stimme von Derek Taylor, der mit enormer Feinfühligkeit und Intensität singt. Vergleichbar sind ENIAC REQUIEM am ehesten mit einer Mischung aus SYMPHONY X und ARTENSION. Wobei man die Klasse von SYMPHONY X noch nicht erreicht hat, aber ARTENSION mit Leichtigkeit in die Tasche steckt.

Auf Anspieltips verzichte ich, denn diese CD findet ihr garantiert nicht beim Shop um die Ecke! Somit fällt ein hineinhören schon mal flach. Soweit mir bekannt, ist diese Scheibe nur in den Staaten und in Japan erschienen, nie offiziell jedoch in Deutschland, obwohl auf dem Backcover Europavertriebe angegeben sind. Versucht es bei Börsen oder bei den gängigen Mailordern - ich wünsche Euch viel Glück. Progressive- und Power Metal-Freaks können blindlings zuschlagen! Überragend in allen Belangen!

Charly Kogler



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