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116 tablaturen für In Flames


In Flames - Colony (9/10) - Schweden - 1999

Genre: Death Metal
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 41:35
Band homepage: In Flames

Tracklist:

  1. Embody The Invisible
  2. Ordinary Story >mp3
  3. Scorn
  4. C-o-l-o-n-y
  5. Zombie Inc.
  6. PallarAndersVisa
  7. Coerced Coexistence
  8. Resin
  9. Behind Space '99
  10. Insipid 2000
  11. The New Word
In Flames - Colony

Ein schrilles Lachen zerschneidet die abgestandene Luft.

Beton. Leblos. Reihen auf Reihen von Gebäuden bedecken einen Raum toter Erde, so dass die Horizonte mit Tausenden gigantischer Statuen gefüllt sind. Mechanisiert, computerisiert, entmenscht. Kleine graue Figuren, die in einer Linie auf den verkommenden Gehsteigen marschieren kann man aus dem vergifteten Himmel sehen. Die lauten Strassen sind Tag und Nacht von diesen zerbrechlich wirkenden Kreaturen bevölkert. Es gibt keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht, da der Himmel nie wirkliches Licht verströmt, so dass die Dunkelheit das Land beherrscht. Die Klänge von Maschinen sind omnipräsent und können nicht ausgeschaltet werden. Die Technologie ist obsolet geworden, nun da der Begriff "Evolution" nicht mehr existiert-

-das Bild verschwimmt und Sid ist wieder zurück in der Gegenwart, "unserer" Gegenwart.

Er fühlt sich immer etwas schwindlig, wenn die Invasionen seinen Körper betreten und sobald er das Bewusstsein wiedererlangt fühlt er sich als ob er an einem schlimmen Kater leiden würde.

Einige Tage später wird er wieder von den lebhaften Bildern heimgesucht, er sinkt zu Boden-

-Musik. Musik kann aus der Ferne gehört werden, aber obwohl man merkt, dass sie noch weit weg ist, kann man sie nicht überhören und wo auch immer man sich befindet, man kann sie hören. Die wilden Melodien hallen von den metallenen Wänden wieder, um die Granit-Zombies, die diesen verseuchten Planeten bevölkern zu treffen. Sie alle starren in die unendliche Leere des Kosmos, ein hässliches Lächeln in ihre rauen Steingesichter geritzt, für immer lächelnd, für immer traurig lassen sie die Töne ihre harte Schale und dicken Schädel durchdringen. Sie lassen die Worte die Geschichte des Jesters-

-er öffnet seine Augen, holt sich einen Stift und etwas Papier und schreibt ein paar Worte auf: VERFÜHRERISCH, HYPNOTISIEREND, BEWEGEND. Er lässt den Stift fallen, presst seine Augen zusammen und beginnt wieder mit dem Schreiben: APOKALYPTISCH, VISIONÄR, VERSTÖREND. Im Nebel seiner traumhaften Existenz schließt Sid einmal mehr seine Augen, um sich auf die Musik zu konzentrieren. Der Fluss der weinenden Melodien, die harsche Stimme, die ihre Trauer herausschreit, die Percussion, die den Rhythmus in diesen orchestrierten Tumult bringt.

Mathieu Bibeau



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