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Bewertungserklärung



Past Alive, The - Deepest Inner (6/10) - Deutschland - 2002

Genre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 57:55
Band homepage: Past Alive, The

Tracklist:

  1. Only Me
  2. Mindsqeezing
  3. Coma
  4. Feed Me
  5. So Much Pain
  6. Desperate Soul
  7. The Final Bow
  8. Two
  9. Loneliness
  10. Gossip
  11. Eternal Light
  12. Where It All Began
  13. The Past Alive
  14. Who Am I
  15. On And On
Past Alive, The - Deepest Inner
Der deutsche Untergrund spuckt wieder einen Act aus, diesmal die Süddeutschen THE PAST ALIVE, die nach einem Demo mit "Deepest Inner" ihr Debüt vorlegen, mit immerhin 15 Tracks bepackt.

Stilistisch lassen sich THE PAST ALIVE dabei nicht so leicht festnageln, sie liegen soundtechnisch irgendwo zwischen Hard Rock, Heavy Metal, neueren METALLICA und hier und da einem gewissen, leichten Alternative-Einschlag, alles in einem für eine Eigenproduktion wirklich brauchbaren Sound, respektable Leistung hier.

Im Laufe der beinahe 58 Minuten fühle ich mich immer wieder an Bands erinnert, die aus dem Proberaum heraus ihre ersten Kompositionen auf CD bannen, es klingt alles irgendwie sehr unspektakulär und zeitweise etwas zahm. Vom handwerklichen gibt es wirklich nichts zu kritisieren, vor allem die Gitarrenfraktion macht immer wieder sehr gut auf sich aufmerksam, lediglich der Gesang wird wohl die potentiellen Fans in zwei Lager spalten, denn sowohl der Stil als auch die Tonlage ist sicherlich nicht jedermanns Sache, der andernorts gezogene Vergleich zu einem James Hetfield ist nicht ganz von der Hand zu weisen, nur dass Nik bei der Tonstabilität noch einige Verbesserungsmöglichkeiten besitzt.

Die Songs sind recht routiniert arrangiert, nur passiert eben etwas zu wenig, man wartet immer wieder darauf, dass jetzt noch etwas kommt, etwas, das einen Aufhorchen lässt, das einen etwas mitreißt. Das ist eigentlich der einzige wirkliche Kritikpunkt mit dem ich hier aufwarten kann. Nun ja, und dass 15 Songs vielleicht doch ein bisschen zu viel geworden ist, weniger ist manchmal doch etwas mehr.

Alles in allem ein durchaus hoffnungsvolles Debüt, denn dass durchaus Potential vorhanden ist, zeigen Songs wie "Mindsqeezing" (da fehlt ein "u", oder?) oder das sehr gute "On And On", in dem endlich auch mehr Dynamik zum Vorschein kommt. (Online 26. November 2002)

Alexander Melzer



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