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3 tablaturen für Quo Vadis


Quo Vadis - Forever... (9,5/10) - Kanada - 1996

Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 38:54
Band homepage: Quo Vadis

Tracklist:

  1. Legions Of The Betrayed
  2. As I Feed The Flames Of Hate
  3. Carpae Deum
  4. Mystery
  5. Inner Capsule (Elements Of The Ensemble Part II)
  6. Pantheon Of Tears
  7. Zero Hour
  8. The Day The Universe Changed
  9. Nocturnal Reflections
  10. Sans Abris
Quo Vadis - Forever...
Alle, die die floridianische Death Metal-Szene mögen, aber nach etwas mehr musikalischem suchen, dieses Album ist für euch. Alle, die herausfinden wollen, welche Qualitätsacts aus den großen weißen Norden kommen, dieses Album ist für euch. Alle, die glauben, dass technischer Metal zu Lasten von Eingängigkeit und Melodie geht, dieses Album ist für euch.

Das nächste Ding, zu dem ich QUO VADIS beschreiben könnte, ist eine viel, viel, VIEL melodiösere Version von "Pierced From Within"-Ära SUFFOCATION ohne die Blastbeats oder was-wäre-mit-SLAYER-passiert, wenn sie musikalische Theorie kennen würden und an ihren Instrumenten besser wären. Es gibt zwei Sänger in dieser Gruppe: Arie, einer der Gitarristen, hat Vocals ähnlich zu CARCASS ("Heartwork"-Ära) und Bart, der andere Gitarrist, der einen tieferen Death Metal-Growl besitzt. Diese Männer teilen sich die Mikroarbeit, es scheint beinahe so als ob sie um die Kontrolle der Gesangsdienste kämpfen würden, ein Gefühl der Spannung heruafbeschwörend. Die Riffs sind manchmal technisch, Tremolo-gepickte 16tel-Noten verbunden mit einer Maschinenpistole als Drummer und an anderen Stellen sind sie jazzig und fließen so sanft wie wasser. Es gibt auch 2 Zwischenspiele, mit klaren elektrischen Gitarren, wunderschön, aber beklemmend, mit gesprochenen Worten darüber. Sie fungieren als nette Abwechslung zum Chaos, das auf dem Rest des Albums herrscht. Arie spielt auf "As I Feed The Flames Of Hate" und "Carpae Deum" auch die Geige und fügt damit eine verstörende Atmosphäre hinzu und macht den späteren Sound mehr klassisch beeinflusst. Der letzte Song enthält eine Sopranistin, die die selben Gesangslinien wie die eigentlichen Sänger verfolgt, was die Growls im Vergleich noch brutaler erscheinen lässt und die weiblichen Vocals mehr erhaben. Guter Einsatz der Dynamiken.

Ein Song, den man unbedingt ansprechen sollte, ist das Instrumental "The Day The Universe Changed". Es ist vielleicht das Paradebeispiel dafür, was diese Band schreiben kann. Es beginnt mit einem klaren, Fender-ischen Gitarrensound, nimmt ein paar Elemente aus der nahöstlichen und klassischen Musik, um dann mit ihrem Markenzeichen-Riffing, hart und melodiös, den Schädel einzuschlagen, mit den Bassdrums, die sich langsam aufbauen, bis sie schließlich explodieren. Dann geht quasi die Luzie ab, das Riffing wird schneller und das Solo ist pures Schreddern, im wahrsten Sinne des Wortes. Dann bricht es langsamer werdend nieder und endet.

Wenn ihr es seht, holt es euch! Es ist es absolut wert. (Online 23. November 2002)

Armen Janjanian



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