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Mystery Blue - Metal Slaves (6,5/10) - Frankreich - 2003

Genre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 44:44
Band homepage: Mystery Blue

Tracklist:

  1. Human E.T.
  2. Slave To Blood
  3. S.T.A.G.E.
  4. Dark Visions
  5. Metal Dream
  6. Angel
  7. Roller Coaster Ride
  8. Desolation
  9. Land Of No Return
  10. Silent Whisper
  11. Cry Out
Mystery Blue - Metal Slaves
Vergangenes Jahr konnte ich die Comeback-Promo der französischen MYSTERY BLUE bereits besprechen und ich war zwar nicht gerade begeistert von den drei Songs (die im übrigen allesamt auch auf "Metal Slaves" zu finden sind), aber dennoch war ich interessiert als "Metal Slaves" in meinem Briefkasten gelandet ist.

Der Anfang des Albums mit "Human E.T." ist schon einmal alles andere als gewöhnlich, mit Didgeridoo, aber sobald "Slave To Blood" loslegt, ist alles "im Lot", flotter Heavy Metal mit weiblichen Vocals ist angesagt. Nathalie Geyer, die auch das Didgeridoo bedient, hat nach wie vor eine Stimme, die nicht wie die gängigen Soprane oder anderweitig opernhaft klingt, sondern eine insgesamt tiefere und kraftvollere Stimme besitzt, die beinahe unverändert in die Achtziger passen würde, was ja nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, Namen wie CHASTAIN oder ZED YAGO kommen einem da in den Sinn.

Die Achtziger könnten generell als Überschrift für "Metal Slaves" angegeben werden, denn das gesamte Album könnte ohne Probleme jener Dekade entsprungen sein, da die Franzosen überflüssigen Bombast erst gar nicht an Bord genommen haben, sondern mehr die kernige Variante bevorzugen, was die meisten Songs auf diesem Album auch bezeugen. Die drei Songs "Dark Visions", "Roller Coaster Ride" und "Angel" waren schon auf der letztjährigen Promo vertreten und was sich damals noch nach Melodic Metal anhörte, hat sich auf "Metal Slaves" zu beinahe reinrassigem Heavy Metal der Achtziger-Schiene ausgewachsen.

Der Sound der Scheibe ist stark, da hat man auch keine Mühen gescheut und so kommen Songs wie "Slave To Blood" (mit kultigem Backingchor), "Metal Dream" oder "Angel" wirklich gut zur Geltung. Dass MYSTERY BLUE dabei weder einen Ausfall zu beklagen haben noch ein wirkliches Highlight im Gepäck haben, dürfte im Falle von "Metal Slaves" wohl das größte "Problem" sein, denn wie schon auf der Promo fehlt der Band noch der Track, der sie im Gedächtnis des Hörers festkleben lässt und letzten Endes den Namen von MYSTERY BLUE auch wirklich in Regionen katapultiert, der sie in der Flut da draußen nicht untergehen lässt.

Wenn euch also nach Achtziger Metal mit einer typischen Frauenstimme jener Zeit steht, dann könnt ihr euch MYSTERY BLUE einmal auf die Liste schreiben, denn solide Kost liefern die Franzosen definitiv ins Haus. (Online 31. Oktober 2003)

Alexander Melzer



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