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196 tablaturen für Cradle Of Filth


Cradle Of Filth - Bitter Suites To Succubi (9/10) - Großbritannien - 2001

Genre: Black Metal
Label: AbraCadaver
Spielzeit: 49:34
Band homepage: Cradle Of Filth

Tracklist:

  1. Sin Deep My Wicked Angel (Intro)
  2. All Hope In Eclipse
  3. Burn In A Burial Gown
  4. Summer Dying Fast
  5. No Time To Cry
  6. The Principle Of Evil Made Flesh
  7. Suicide And Other Comforts
  8. Dinner At Deviant's Palace
  9. The Black Goddess Rises II
  10. Scorched Earth Erotica
Cradle Of Filth - Bitter Suites To Succubi

Irgendwie schaffen es CRADLE OF FILTH immer mich zu unterhalten und auch diese EP ist da keine Ausnahme. Aber lasst mich euch erzählen, warum dies innerhalb der CRADLE OF FILTH Karriere ein Meilenstein ist: "Bitter Suites To Succubi" beinhaltet GENAU das Line-up des 2000er Albums "Midian". Grund genug um sich aufgeregt diese EP anzuhören.

Man kann nur hoffen, dass das drehende Bandkarussell irgendwann mal aufhört und dieses Sextett bestehen bleibt. Dani also an den Vocals, Paul und Gian an den Gitarren, Martin spielt die "Selbstmordnoten" und "Gebrochene Herzen Strings", Robin spielt den Bass und Adrian steht hinterm Drumkit.

Mit einer Spielzeit von 49:34 ist dies (wie es Ralf bereits gesagt hatte) eher ein Album als eine EP. Angeblich hat die Band dies nur wegen den Fans aufgenommen und eigentlich sollte sie auch nur aus sechs Tracks bestehen, aber letztlich fügten sie noch das SISTERS OF MERCY Cover "No Time To Cry" sowie die drei Neuaufnahmen von den alten Klassikern "Summer Dying Fast", "The Principle Of Evil Made Flesh" und "The Black Goddess Rises II" hinzu. Letzteres ist aber mehr eine Neubearbeitung als eine Neuaufnahme.

Die neuen Songs sind meiner Meinung nach fantastisch. Martin liefert bei "Sin Deep My Wicked Angel" eine weitere klassische Performance ab und dann geht es weiter ins Feuer der Hölle bei "All Hope In Eclipse", einer der Höhepunkte dieser EP. "Born In A Burial Gown" ist weiter im Vampirthema vertieft, erscheint als traditionelles Strophe-Refrain Stück und "Scorched Earth Erotica" ist ein aggressiver Abschlusstrack mit einem genialen Outro. Ich mag den Coversong nicht besonders, er erscheint mir etwas deplatziert und "Dinner At Deviant's Palace" hat großes Potential, wird aber durch den Gesangspart aber irgendwie kaputt gemacht. Instrumententechnisch gesehen könnte dies Martin's Meisterstück sein, wäre da nicht dieses wiederkehrende "Our Father", das von einer verzerrten Kinderstimme wiedergegeben wird (Dani's Kind Luna, um genauer zu sein) und das irgendwie peinlich klingt. Abgesehen davon gipfelt "Bitter Suites To Succibi" im siebten Track, "Suicide And Other Comforts". Jedes Mitglied beweist hier eine kraftvolle Performance. Es bietet Raum für jedes Instrument während sich der Song zu seinem bösen Höhepunkt bewegt. "Suicide And Other Comforts" ist ein exzellentes Beispiel dafür, welche kompositorischen Fähigkeiten CRADLE OF FILTH besitzen. Ein Must-Listen!

Die Neuaufnahmen sind gleichermaßen gut wie die neuen Songs, vor allem "Summer Dying Fast". "The Principle Of Evil Made Flesh" ist einfach nur noch ein Sturm und "The Black Goddess Rises II" bietet irgendwie von allem etwas, von wütendem Thrash Riffing bis zu dissonanten, Midtempo Balladentönen.

Nun, ich wage sehr viel, wenn ich behaupte, dass dies weitaus besser ist als es "Midian" war. Obwohl "Midian" sehr gut war (ich habe es und ich liebe es!) fehlt ihm doch etwas, was "Bitter Suites To Succubi" anscheinend besitzt. Es fühlt sich aggressiver und diabolischer an, vielleicht auch wegen der raueren Produktion (verglichen mit "Midian"). Die Vocals sind gleichermaßen genial, in jedem Fall; so als würde Dani seine Stimmbänder wie ein extremes Instrument nutzen, so muss es eben auch sein.

Irgendwie fühle ich mich bei dieser Platte selbst böse (in Wirklichkeit bin ich natürlich das größte Weichei des Planeten :p), wie bei "Cruelty & The Beast". Letztlich mag es eine subjektive Sache sein, doch ich habe mir "Bitter Suites To Succubi" weitaus länger als das "Midian"-Opus angehört.

Fazit: dies ist ein exzellenter CRADLE OF FILTH Release. Jeder Fan sollte es haben. Und muss ich es wirklich mit "VEmpire" vergleichen? Okay, es ist kein zweites "VEmpire" aber auch kein zweites "From The Cradle To Enslave". Aaaalles andere als das… (Online 30. Oktober 2003)

Gast Reviewer Ben Meuleman



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