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110 tablaturen für Death


Death - Scream Bloody Gore (10/10) - USA - 1987

Genre: Death Metal
Label: Combat Records
Spielzeit: 43:33
Band homepage: Death

Tracklist:

  1. Infernal Death
  2. Zombie Ritual
  3. Denial Of Life
  4. Sacrificial
  5. Mutilation
  6. Regurgitated Guts
  7. Baptized In Blood
  8. Torn To Pieces
  9. Evil Dead
  10. Scream Bloody Gore
  11. Beyond The Unholy Grave
  12. Land Of No Return
Death - Scream Bloody Gore
Ein gemaltes Cover mit 4 Zombies, die aus ihren Kelchen trinken, Kelchen voller Blut! Ein Logo, bluttriefend, mit einer Sense in der Mitte, einer Spinne und ihrem Netz, einem Zombiekopf und einem umgedrehten Kreuz. DEATH lautete es.

1987 war das Jahr von DEATHs Debüt-Album "Scream Bloody Gore", von einer Truppe recht junger Burschen zurechtgezimmert. Chuck Schuldiner an den Vocals, Leadgitarre und Bass. Der Drummer war Chris Reifert, später in AUTOPSY und RAVENOUS. John Hand war für die Rhythmusgitarre zuständig, mehr gibt es zu ihm eigentlich nicht zu sagen.

Das Album war etwas durchaus Ungewöhnliches. Sicherlich gab es damals Bands, die recht furiose Musik produzierten (wie BATHORY, VENOM, SLAYER), aber nicht wie diese. Eine dunkle, stinkende Macht der Brutalität, zu Beginn nicht leicht zu schlucken.

Was (abgesehen von der Brutalität) diese Platte so besonders macht, sind sicherlich Evil Chucks blasphemische Vocals. Im Gegensatz zu den meisten Gore Metal-Bands, die später Growls bevorzugten (damit beziehe ich mich auf Bands wie CCORPSE), sind DEATHs Vocals verdreht und anders; dämonisch jenseits dieser Dimension.

Die Musik enthält auch durchaus ein paar Überraschungen. Man könnte annehmen, dass diese Platte das totale Massaker ist, von Anfang bis Ende in Lichtgeschwindigkeit, Wänden böser Gitarren und vollkommen besessenen Drums. Nun, das hier ist kein Grindcore, es gibt eingängige Melodien, durchaus einiges an "Groove" hier und da. Die Songstrukturen sind kein Zufall und es gibt Teile, die langsam und mittelschnell sind und damit der Musik Abwechslung einhauchen (Ein Beispiel ist der Track "Sacrificial"). Dennoch, es ist sicherlich nicht die abwechslungsreichste Platte, die ihr je gehört habt.

Die Soli sind schnell und furios, aber dennoch sehr konzentriert und strukturiert, keine wahnsinnigen Töne in zufälliger Folge. Als Komplettierung von allem gibt es dann auch noch ein paar sehr coole melodiöse Gitarrenmelodien als Intros von "Zombie Ritual" und "Evil Dead". Sin starker Kontrast zum Rest und wirklich cool. Der "Zombie Ritual"-Part ist auf seine Weise sehr exotisch, während der andere majestätischer ist.

Und die Lyrics? Nun, sie sind auf Horrorfilmen basierend. Songtitel wie "Evil Dead", "Baptized In Blood" und "Infernal Death" erklären diese Themen auch recht gut. Die Lyrics könnten ohne Zweifel als pervers und blutig angesehen werden. Schreie über Tod, Verstümmelung, Blut, Morde, verstümmelte Leichen, Zombies, Fotzen und Schwänze. Sicherlich nicht die reifsten Themen, aber sie passen gut zur Musik und haben unzählige zukünftiger Extrem-Metal-Bands inspiriert. Aber in den folgenden Jahren würde sich diese Einstellung im DEATH-Camp stark ändern.

Ich möchte auch noch hinzufügen, dass der Bass auf dieser Aufnahme wesentlich mehr ist als nur Füllstoff. Es ist nicht schwierig den Bass vom Rest herauszuhören und auch wenn er nicht zu ausgefeilt ist, so ist das doch cool und gibt dem Sound eine weitere (wie ich meine auch nötige) Kante.

Kompromisslos, blasphemisch, extrem aggressiv, Vocals vom anderen Ende der Dimension, rasierklingenscharfe Gitarren, ein Sound des Bösen, der so stark ist, dass man ihn riechen kann! Vorsicht nicht von ihm zerlegt zu werden! Die Geburtsstunde des wahren Gore Death Metal. Das ist DEATHs legendäres "Scream Bloody Gore" aus 1987, vom Paten des Death Metal, "Evil" Chuck Schuldiner geboren.

Der Beginn eines neuen Zeitalters!

Gast-Reviewer Remi Karlsen



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