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101 tablaturen für Opeth


Opeth - Deliverance (9/10) - Schweden - 2002

Genre: Progressive Death Metal
Label: Music For Nations
Spielzeit: 61:52
Band homepage: Opeth

Tracklist:

  1. Wreath
  2. Deliverance
  3. A Fair Judgement
  4. For Absent Friends (Instrumental)
  5. Master's Apprentices
  6. By The Pain I See In Others
Opeth - Deliverance
So, endlich habe ich den neuen OPETH Opus (ich mag das: "OPETH Opus"). Hier in Montreal erschien das Album eine Woche nach dem angekündigten Nordamerika Releasedatum. Ich hab mir das Teil mittlerweile viermal angehört und so langsam erschließt sich mir das Ganze; wie man es von OPETH gewohnt ist, weiß ich, dass es Wochen (Monate?) dauern wird, um das Teil in seiner Ganzheit zu begreifen, aber so langsam bekomme ich ein halbwegs brauchbares Bild davon.

Nun, da gibt es eine Sache, an der ich nichts ändern kann, aber mir erscheint es nun mal so: da ich das Album zusammen mit der aktuellen PORCUPINE TREE ("In Absentia") gekauft habe, habe ich den Eindruck, dass Steve Wilson mit OPETH fröhlichere Musik macht. Ich habe sogar gelesen, dass die anderen Bandmitglieder von PORCUPINE TREE ihn überzeugen mussten, doch etwas runterzukommen, da die ursprünglichen Aufnahmen vom "In Absentia" Album wohl etwas zu hart für ihre Geschmäcker waren…und machte Akerfeldt wirklich Spaß, als er sagte (ihr könnt es auf der OPETH Website nachlesen), er wünschte, Wilson wäre nicht auch noch in einer weiteren Band involviert? Hmmmm…seltsam!

Fans, die sich einen Richtungswechsel des OPETH Sounds erhofft hatten, werden enttäuscht sein, da "Deliverance" dieselben, dunklen Pfade wie "Blackwater Park" begeht, andererseits, jene (wie ich), die diesen Stil mögen, werden dieses Album lieben. Eine große Überraschung gibt es dennoch: einige ruhigere Passagen offenbaren einige merkwürdigere Vocals, gepaart mit Akustikgitarren und dezent eingesetzten Keyboards, die insgesamt einen Sound kreieren, der einen verdammt stark an PORCUPINE TREE erinnert, man glaubt fast, man hätte die falsche CD drinnen. Ist das nun schlecht? Keineswegs! Wahrhaftig, ich will mehr davon!!! Betrachtet man mehr die technische Seite, dann gibt sich die Band so tight wie eh und je, aber das alles ist nicht ganz so stark dargeboten, wie sagen wir mal, noch auf "Blackwater Park", ich muss dabei zugestehen, dass ich zum selben Schluss kam als ich mir zum ersten Mal "My Arms, Your Hearse" anhörte, ein Album, dass sich mir erst erschließen musste und dann zeigte, dass es mehr bot, als ich ursprünglich dachte…

Ist dies nun also ein gutes Album? Ja Sir, sicher doch. Wie aber stufe ich es im Vergleich mit den anderen OPETH Releases ein? Nun, das ist schwer zu sagen. Ich denke, "Deliverance" wird nie diese unglaubliche Catchiness von "Blackwater Park" (10/10), die technische Meisterleistung von "Morningrise" (9,5/10) oder die schiere Intensität von "My Arms, Your Hearse" (9,5/10) erreichen, aber hey, nach viermaligen Hören kann ich immerhin sagen, dass es besser als "Orchid" (8,5/10) oder "Still Life" (8/10) ist…

Eine letzte Bemerkung: Ich habe nun nach einem Jahr ein klares Bild der CD, die mich so dermaßen begeistert hat, und dies ist auch der Grund, warum ich OPETH so liebe. Ihre Alben werden mit der Zeit immer besser. Wie guter Wein… aber was weiß ich denn schon von Wein, fragt ihr? Um ehrlich zu sein, so gut wie nichts. Ich bevorzuge Bier. Aber Bier schmeckt nach einer Weile nicht mehr gut. Ach verdammt, ich lass das, ihr versteht was ich meine: macht was ihr wollt, aber KAUFT DIESE CD. Glaubt mir, ihr braucht das. (Online 02. Dezember 2002)

Gast-Reviewer Jean-Yves Fournier



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