The Metal Observer - Everything in Metal!

Band-Archiv: Metalheads online.  
# | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z Nach Land | Nach Stil | Nach Reviewer






Bandhistory folgt.

Weitere Reviews
Aktuelle Updates
Artikel drucken
Bewertungserklärung

68 tablaturen für Dark Tranquillity


Dark Tranquillity - Damage Done (9,5/10) - Schweden - 2003

Genre: Death Metal
Label: Century Media
Spielzeit: 43:34
Band homepage: Dark Tranquillity

Tracklist:

  1. Final Resistance
  2. Hours Passed In Exile
  3. Monochromatic Stains >mp3 
  4. Single Part Of Two
  5. The Treason Wall
  6. Format C: For Cortex
  7. Damage Done 
  8. Cathode Ray Sunshine
  9. The Enemy
  10. White Noise / Black Silence
  11. Ex Nihilo
Dark Tranquillity - Damage Done

Wann immer die Worte Melodic Death Metal ausgesprochen werden, denken viele normalerweise an Schweden und seine aktive Szene. Bands wie IN FLAMES und AT THE GATES sind nur ein paar der vielen, die aus dieser Brutstätte des Heavy Metal kommen. Während die genannten Bands in der Metal-Gemeinschaft mittlerweile zu bekannten Namen herangewachsen sind, hat eine weitere Band in den vergangenen Jahren bei Kritikern wie Fans gleichermaßen starke Lobpreisungen erhalten: DARK TRANQUILLITY. Mit dem Release ihres Debüts „Skydancer“ 1993 machten DARK TRANQUILLITY bereits deutlich, dass sie mehr als nur ein kurzlebiger Trend seien. Mit der Veröffentlichung von „The Gallery“ 1995 sind sie sogar in die Metal-Geschichte eingegangen bis heute huldigen viele diese Platte als ein Melodic Death Metal-Meisterwerk. Nachdem die folgenden Releases gleichermaßen aufgenommen wurden, nahm die Band 1999 mit „Projector“ ihren größten progressiven Schritt, einen Schritt, der die Fans aufteilte in zwei Lager, diejenigen, die das Album lobten und jene, die es verabscheuen. Als „Haven“ 2000 herauskam, schaffte es die Band einen Sound zu präsentieren, der mehr an ihr altes Material erinnerte, hoffend, dass er die losen Enden, die „Projector“ hinterlassen hatte, wieder verknüpfen könnte. Beinahe ein Jahrzehnt nach ihrem Debüt haben DARK TRANQUILLITY in keinster Weise nachgelassen, eine Tatsache, die von ihrer neuesten Kollektion „Damage Done“ belegt wird.

 

Als das Eröffnungsriff deine eigentlich ruhigen Gedanken durchbricht, kommt man nicht umhin als einen Trip zurück zu unternehmen, zur furiosen Natur eines “Punish My Heaven”, das “The Gallery” einst losgetreten hatte, ebenso wie „Final Resistance“ vergleichbar brutale, aber melodiöse Leads auf den Hörer loslässt, gemeinsam mit Mikael Stannes leidenschaftlichen Growls. Ein extrem würdiger Opener. Das folgende "Hours Passed In Exile" zeigt uns, wie mühelos DARK TRANQUILLITY emotional getriebene Passagen und zweifellose Heaviness miteinander verweben können ohne ihre eigentliche Kraft zu verlieren. Obwohl viele den Einsatz von Keyboards im Metal herabtun, schaffen es DARK TRANQUILLITY ebenso erfolgreich wie geschmackvoll solche Effekte so einzubauen, dass sie der Musik nur zuträglich sind. Dies wird am deutlichsten bei Tracks wie dem bereits erwähnten "Hours Passed In Exile", "Single Part Of Two", "Format C: For Cortex" und dem brillant komponierten "The Enemy".

 

Während viele Songs in Sachen Heaviness und Geschwindigkeit variieren, muss man nur "Damage Done" und "The Treason Wall" heranziehen, um die rohe Power, die wir inzwischen schon erwarten, zu finden. Das Album schließt mit dem Instrumental "Ex Nihilo", einem ernüchternden Stück Musik, das uns einmal mehr daran erinnert, warum DARK TRANQUILLITY immer noch als eine der führenden Bands der Göteborg-Szene angesehen werden. Während manche die Aufmerksamkeit der Metal-Gemeinde auf sich ziehen, nur um dann wieder aus dem Gedächtnis zu verschwinden, bleiben andere hartnäckig, ohne zurückzuschauen.

 

DARK TRANQUILLITY sind eine dieser Bands und “Damage Done” ist ihr Vermächtnis dessen. (Online 25. Februar 2004)

Nathanaël Larochette



© 2000-2013 The Metal Observer. Alle Rechte vorbehalten Haftungsausschluss