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Kemet - The Night Before (6/10) - Frankreich - 2003

Genre: Gothic Rock / Gothic Metal
Label: Thundering Records
Spielzeit: 54:02
Band homepage: Kemet

Tracklist:

  1. Emilie’s Broken Heart (Or The Real Story Of The Plucked Liar)
  2. Sister Sorrow >mp3
  3. Short Term God
  4. One Chance Left
  5. Valuable Things
  6. The Lucid Song (Embers Of Dawn Part II)
  7. Suicide Me >mp3
  8. Orchids For Kids
Kemet - The Night Before

"Dark Sensual Metal" ist es angeblich, was KEMET auf ihrem "The Night Before" betitelten Album spielen. Düster und sinnlich? Klingt auf jeden Fall nach Gothic Metal und wenn man sich das Artwork des Albums ansieht und dann die ersten Momente von „Emilie’s Broken Heart (Or The Real Story Of The Plucked Liar)“ hört, sieht man sich in dieser Vermutung gleich ziemlich bestätigt.

 

Die aus Lyon stammende Band bewegt sich dabei in einer Art Grauzone zwischen Gothic Rock und Gothic Metal, mit recht großem Wert auf Melodien, was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist. Wenn man sich das Cover betrachtet und etwas durch das Booklet blättert, kommen einem (noch bevor man auch nur eine Note von KEMET gehört hat) Bands wie KATATONIA, ANATHEMA und Konsorten in den Sinn, sehr melancholisch, teilweise abstrakt und auch von der Farbgebung her.

 

Aber nun zur Musik kommend, sind die Kompositionen allesamt gut und flüssig geschrieben, wie gerade schon erwähnt mit guten und zahlreichen Melodien und einer warmen Atmosphäre, nur ergreifen einen die Songs nicht. Sie gehen bei einem Ort angenehm hinein, gehen einem durchs Hirn und auf der anderen Seite wieder hinaus und fertig, während man sich „The Night Before“ anhört, ist alles schön und gut, aber sobald es vorbei ist, ist man auch mit der CD fertig.

 

Die Gründe dafür sind nicht so leicht zu beschreiben, einer ist wohl Sänger Erik Fiorletta. Nicht, dass seine Stimme schlecht wäre, beileibe nicht, er hat eine angenehme Tonlage, ist in der Lage einen Ton sehr gut zu halten und alles, nein, nein, von der Seite aus kann ich kaum etwas kritisieren, ihm geht lediglich (noch) die Ausdrucksstärke ab, die Fähigkeit einen Song zu charakterisieren, zu tragen, um ihn wirklich einprägsam zu machen und auf die nächste Stufe zu hieven.

 

„Sister Sorrow“ hat herrliche Gitarrenleads, gut aufeinander abgestimmte ruhige Parts und etwas Double-Bass-getriebene Passagen, „Short Term God“ auch einmal etwas unüblicher eingesetzte weibliche Vocals, an Ideen mangelt es den Franzosen also keineswegs, es fehlt nur das gewisse Etwas, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

 

Wenn ihr euch zum Gothic Rock/Metal hingezogen fühlt, dann könnt ihr KEMET gerne eine Chance geben, denn wie gesagt, schlecht ist es auf gar keinen Fall, was sie hier mit „The Night Before“ abliefern, aber mehr auch noch nicht... (Online 4. März 2004)

Alexander Melzer



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