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SRL - In Memoria Temporis (6,5/10) - Italien - 2003

Genre: Heavy Metal
Label: Sonic Records
Spielzeit: 33:28
Band homepage: SRL

Tracklist:

  1. 2000 Anni dopo Cristo
  2. Il Funalbolo
  3. Anima
  4. Arcano XIII
  5. Messaggi Subliminali
  6. L.S.D. (2002)
  • Rom track for PC/MAC (BONUS)
SRL - In Memoria Temporis

Nun, ich muss ehrlich sagen, dass ich gewusst habe, dass eine Zeit kommen wird, da ich eine Promo-CD erhalten würde, die absolut keine englischen Texte haben. SRL würde mein erster Geschmack für diese Art Materials sein und ich begab mich sofort in einen offenen Geisteszustand, um mich auf dieses Abenteuer vorzubereiten. Ich werde jetzt nicht groß und breit darlegen, wie ich an diese CD herangegangen bin, möchte aber sagen, dass ich „In Memoria Temporis“ ein paar Mal am Computer angehört hatte, bevor ich sie eine Woche lang auf meine tägliche 50-minütige Pendelroute in die Arbeit nahm.

 

Als ich diese CD das erste Mal in meinen Computer schob, öffnete sich eine verblüffende Fülle an Optionen für Informationen über die Band, inklusive einem benutzerfreundlichen Verzeichnis zu Features wie der Bandbio, direktem Weblink zur Homepage der Band und einem älteren Livevideo, das SRL in einer kleinen Halle oder Bar zeigt. Diese Features haben mich schon von Anfang an beeindruckt, da sie es schaffen sich auf einem professionellen Level zu präsentieren.

 

“2000 Anni Dopo Cristo” beginnt das neueste Werk von SRL auf eine ziemlich schnelle Weise, was mich an Releases von Bands wie OVERKILL oder METAL CHURCH erinnert. Die Musik selbst ist stark und besser als einige der anderen musikalischen Arrangements auf der Scheibe. Feurige Gitarrensoli umarmen diesen Song, während die Rhythmussektion mit Sänger Pietro mithält. „Il Funalbolo“, der zweite Track des Albums, scheint düsterer zu sein und wandert mit sehr unstetem Timing durch die fünf Minuten, die mich teilweise an Teile von METALLICAs „Ride The Lightning“ erinnerten. „Anima“ verlangsamt alles dann um einiges, verändert sich aber eben so schnell, wie mich die restlichen Songs diesbezüglich etwas verwirrt zurücklassen, welchen Stil SRL auf „In Memoria Temporis“ nun eigentlich folgen. Ich habe das Gefühl, als ob die Songs etwas zu lang gezogen sind und etwas vereinfacht werden sollten, indem man von den langen Instrumentalbreaks zwischen den Refrains und dem Hauptkörper des Songs Abstand nimmt.

 

“Arcano XIII” war definitive mein Lieblingstrack auf dem Album und ich kann ehrlich sagen, dass ich diesen Track jedes Mal drei mal hintereinander anhöre. Was für ein treibender Song!!!! Sehr gut vergleichbar zu einem Teil des Materials, das Rob Halford in den Neunzigern mit seinem Projekt FIGHT herausgebracht hat. Track 5 interessierte mich nicht einmal ansatzweise, da es darin einfach zu viele künstliche Vocals und Keyboards gibt, auch wenn das Grundthema der CD mit den schreienden Gitarrensoli und kraftvollen Gitarrenriffs aufrechterhalten wird. Das neueste Release von SRL wird von einem mehr als zehnminütigen Monstertrack beschlossen, der mit herrlichen Feeling und Tempo alles zerreißt, das wie bereits zuvor erwähnt OVERKILL ganz groß drüber stehen hat. Eine Art funkiger Schwingung in diesem Song legt sogar die Vermutung nahe, dass es in dieser italienischen Band ein paar ANTHRAX-Einflüsse gibt.

 

Um zum Schluss zu kommen, war ich von der Qualität von „In Memoria Temporis” durchaus beeindruckt und ich werde definitiv das Booklet der CD mit in die Arbeit nehmen, damit einer meiner italienischen Freunde die Lyrics für mich übersetzen kann. Wir haben in den Foren schon vorher über Bands diskutiert, die in ihrer Muttersprache singen und das hier ist eine der ersten Chancen für mich, dies nun selbst zu erfahren und ich muss sagen, dass es ein Erlebnis war. Auch wenn sie in älteren Genres gefangen zu sein scheinen, würde ich sagen, dass ihr einen offenen Geist zeigen und SRL anchecken solltet. (Online 3. April 2004)

Greg Manley



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