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Ich höre mir die aktuelle Thrash Attacke der Holländer OCCULT nun schon länger an und immer wieder werde ich daran erinnert, warum sich manches einfach nicht weiterentwickeln will. Normalerweise mag ich Thrash Metal CDs (wer mag denn keinen Thrash Metal? Alex, ich meine dich damit, hehe), egal wie unoriginell er sein mag, aber wenn er dann so eindimensional ausfällt wird es auch mir schnell langweilig.
In den 90ern bin ich einige Male auf diese Band aufmerksam geworden. Viele Leute empfahlen sie mir, aber ich kam nie dazu mir ihre Musik mal anzuhören. Als ich das Promo zu ihrem neuen Album erhielt, war ich gespannt es zu hören und ich hatte hohe Erwartungen, doch leider schreibe ich dieses Review nun mit einer Enttäuschung vor meinen Augen.
Okay, los geht’s. „Elegy For The Weak“ kommt schnell zum Punkt, elf wütende Schläge an schwarzem Thrash Metal sind bereit dich mit voller Wucht umzuhauen. OCCULT sind keine „Hand Dampf in allen Gassen“ Band, die Jungs wissen ganz genau was sie wollen und spielen ihr Ding mit einer brutalen Intensität. Jeder Song ist tight und barbarisch, aber die Lyrics sind schlecht, also wenn ihr denkt, ihr würdet in einer schlechten Welt leben und die Texte von NAGLFAR’s „Sheol“ wären apokalyptisch, dann hört euch das mal an, haha. Die Songs sind gut, aber ich hätte mehr von der Band erwartet. „Expire“ ist der einzige Track, der anders ist. Schade das nicht mal dies ein richtiger Song ist; es ist mehr ein Zwischenspiel wo man jemanden hören kann, wie er durch einen Haufen von Totenschädeln und Skelettknochen geht, vielleicht ist dies das persönliche „CHAMBER of pain“ der Band?
Das Album wurde von Andy Classen (CALLENISH CIRCLE, DISBELIEF, ROTTING CHRIST, DEW-SCENTED) in den Stage One Studios produziert; ihr wisst ja sicher, dass er gerne einen rohen und durchdringenden Sound hat, nicht? Der Sound passt gut zu „Elegy For The Weak“, denn in dem Album geht es um Brutalität, Hochgeschwindigkeit, dunkle Friedhöfe, Särge und andere Themen, die sich mit dem Tod befassen.
Es gibt viele Bands, die besser sind als dieses holländische Quartett, einfach weil sie mehr Risiko gehen. Dieses Album enthält lediglich durchschnittlichen Thrash Metal mit Black Metal artigen Vocals, mehr ist da nicht, doch ich möchte mehr. OCCULT sind eine dieser Bands, die für ihre schwarzen Umtriebe keine Zugeständnisse machen wollen und wer auf gut gespielten, teuflischen Thrash Metal steht, der ist hiermit gut bedient. (Online 22. April 2004)
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