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Erst kürzlich genoss ich EMANCER’s “The Human Experiment” und ich muss zugeben, dass ich unheimlich überrascht und glücklich war, dies hier nun zu vor mir zu haben. Unnötig zu erwähnen, dass meine Hoffnungen in die Band hoch waren und ich natürlich unheimlich interessiert war, in welche Richtung sie nun nach ihrem wirklich exzellenten Vorgängerwerk gehen würden.
Der erste bemerkenswerte Punkt ist, dass sich die Band seid „The Human Experiment“ dramatisch verändert hat, jenes Album war noch klar in den Schranken des Black Metals verhaftet während „Invisible“ eine weitaus größere Experimentierfreude und Musikalität aufweist.
Produktionstechnisch wählte die Band einen guten Sound, einmal mehr der Black Metal Tradition entgegengesetzt, doch ihr Sound ist wirklich exzellent und alles ist hervorragend ausgewogen, laut und klar. Der Gitarrensound ist intensiv und selbst die programmierten Drums sind ganz ordentlich.
Der Einfluss der Riffs ist auf „Invisible“ deutlich erkennbar, denn es lassen sich massig DISSECTION/EMPEROR Melodien vorfinden, diesmal hat man jedoch auch viele eigene Sachen beigesteuert. Die Songstrukturen und Dynamics haben sich hervorragend entwickelt und sind musikalisch ausgereifter im Vergleich zum letzten Album. „A Comedy Of Hunger“ ist besonders erwähnenswert aufgrund der exzellenten Abwechslung, denn trotz seiner 10 Minuten Spieldauer ist der Song stets frisch und es geht ständig etwas von statten.
Man muss sagen, dass dieses Album gut abgeht, auch wenn die allgemeine Atmosphäre nicht ganz den hohen Standard des letzten Albums erreicht und wenn man sich die Texte ansieht, dann ist es doch offensichtlich, dass sich die Band für meinen Geschmack etwas zu oft wiederholt. Dies jedoch sind kleinere Mängel eines ansonsten hervorragenden Albums und ich bin überzeugt, dass Metal Fans, die mehr auf die experimentellen Sachen im Black Metal stehen, dieses Album und diese Band lieben werden.
Die Gesangsleistung ist sehr schön wenn auch etwas monoton, die cleanen Vocals sind ordentlich, doch es sind die Kompositionen und die Musik von EMANCER, mit denen sie Punkte machen und die Fähigkeit haben, jede Band der weltweiten Szene anzufechten.
Ist die Scheibe nun besser als „The Human Experiment“? Sie ist heftiger, abwechslungsreicher und weitaus beeindruckender, aber für diese Black Metaller gilt die Antwort dennoch: Nein. Ist die Scheibe dann aber dennoch für sich gesehen gut? Aber natürlich, und wie, sie ist fantastisch! (Online 23. April 2004)
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