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Bitterness - Marching Towards Infinity (8/10) - Deutschland - 2004

Genre: Death Metal / Thrash Metal
Label: G.U.C.
Spielzeit: 12:31
Band homepage: Bitterness

Tracklist:

  1. Nighttime Solitude
  2. Crimson Serenade
  3. Marching Towards Infinity
  4. Utopia: Life
Bitterness - Marching Towards Infinity

Thrash Metal ist ja bekanntlich nicht mein Ding, die meisten Leute, die mich kennen, werden das auch gerne bestätigen. Aus ebenso unerfindlichen Gründen, warum ich mit diesem Stil nichts anfangen kann, gibt es aber doch immer wieder mal eine Band, mit der selbst ich was anfangen kann und seit dem Summerbreeze (oder war es Bang Your Head) 2002 gibt es eine deutsche Band, die mir für Thrash-Verhältnisse doch recht gut gefällt, nämlich BITTERNESS.

 

Nach zwei vollständigen Longplayern in Eigenregie, „Dawn Of Golden Blood“ und „Sweet Suicide Solutions“, sind die Jungs nunmehr mit einer Co-Produktion mit dem kleinen Label G.U.C. und der daraus resultierenden Vinyl-EP „Marching Towards Infinity“ am Start, mit vier Songs, die allesamt noch nicht auf bisherigen Releases zu finden waren, also recht produktiv, die Herren.

 

Seite A besteht aus „Nighttime Solitude“ und „Crimson Serenade“, von denen ersteres mit einem hervorragenden Lead losschlägt, bevor man das harte Death/Thrash-Inferno auf den Hörer loslässt, mit hervorragendem Riffing und treibenden Drumming, während Frank Urschlers Vocals nicht mehr so sehr nach Thrash Metal klingen, sondern auch einen recht ordentlichen Einfluss aus dem Death Metal mit einfließen lassen. Alles in allem ein geiler Track, heavy, intensiv, aber auch mit herrlichen Melodien und mit einem ungeheuren Druck in den Gitarren und vor allem den Drums, die hier ganz ordentlich drücken! „Crimson Serenade“ schielt dann im Riffing auch etwas mehr nach Schweden, was im BITTERNESS-Sound auch sehr gut klingt, zumal auch mal einen Gang zurückschaltet. Überhaupt hat man insgesamt gesehen doch um einiges mehr harte Melodic Death-Elemente mit aufgenommen, die teilweise den alten Thrash sogar noch überlagern, ohne sich aber zu sehr an den einschlägigen Genre-Größen zu orientieren.

 

Die zweite Seite besteht aus dem Titeltrack sowie „Utopia: Life“ und auch wenn man mich dafür jetzt wohl verrückt nennen wird, das Riffing von ersterem erinnert mich zu Beginn frappant an AMON AMARTH und das gefällt meinen Ohren sehr gut, hehe, langsamer und intensiver ausgefallen, sehr melodiös, ohne aber die Härte zu kompromittieren, nicht zuletzt, da man danach wieder um einiges härter und schneller wird, um beinahe puren Melodic Death/Thrash zu präsentieren, was beim abschließenden „Utopia: Life“ auch weitergeführt wird, mit guten Melodien, aber gleichzeitig auch ordentlicher Härte und nicht übertrieben auf sofortige Eingängigkeit geschielt.

 

Also ich muss sagen, dass mich diese 7“ wirklich überrascht hat, sehr positiv sogar, dieser stilistische Schlenker in Richtung des Melodic Death Metal, muss ich sagen, hat BITTERNESS gut getan und die Verbindung des kraftvollen Thrashs, den sie zuvor spielten und eben dem Melodic Death klingt verdammt gut, sehr kraftvoll und durchdacht, dieses Teil ist auf gerade mal 500 limitiert, kostet gerade mal 5 Euro plus 2 Euro Porto und Verpackung, also zuschlagen ist hier angesagt! (Online 15. Mai 2004)

Alexander Melzer



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