|
Sollten Black Metal Alben perverse Illustrationen in lila Farben zeigen? Hmm, das überlasse ich euch, aber es gibt gewisse Standards an die man sich halten muss, wenn C.O.F. Mit einem neuen Album herauskommen, Standards die auf einem C.O.F. Album vorhanden sein sollten.
“Midian” ist das 4. richtige Album der bestialischen Briten. Ihre letzte Veröffentlichung (“Cruelty And The Beast”) war eine unterschiedliche Erfahrung, einige Songs schienen sehr überstürzt gemacht worden zu sein und die Produktion hatte ihre Probleme. Glücklicherweise sind diese Probleme jetzt beleidigt, was bedeutet, dass meine Standards erreicht wurden, und das sollte alle Spekulationen aus dem Weg räumen.
Musikalisch ist “Midian” etwas direkter, wenn man es mit den vorigen Alben vergleicht, die Arrangements folgen nicht den melodischen Linien, für die die Band bekannt ist. “Midian” ist wahrscheinlich das bisher brutalste Album der Band. Versteht mich nicht falsch, es gibt viele großartige Melodien in großartigen Songs wie dem fiesen Opener “Cthulhu Dawn”, “Saffron's Curse” und “Her Ghost In The Fog”, aber irgendwie bleiben die Songs auf diesem Album brutal.
Das zweite Trademark wurde auch nicht ausgelassen, nämlich die Tempowechsel. Bei den epischeren Songs arbeiten sie mit mehr Zeitveränderungen, hört euch die letzten beiden Songs “Tearing The Veil From Grace” und “Tortured Soul Asylum” an, dort gibt es alles von brutalen Blastbeats bis hin zu sanften Pianozwischenspielen.
Dani's Lyrics sind unter den besten, die er je geschrieben hat. Das Konzept handelt von dem Ort Midian, die versteckte Stadt wo Monster wohnen, schockierend und poetisch, es passt gut zu seinem Gesangsstil. Bei “Midian” tritt die Band mit einem fast komplett neuen Line-up auf; der neue Drummer ist niemand anderer als Adrian Erlandsson (ex-AT THE GATES), für das Keyboard ist Martin Powell von MY DYING BRIDE zuständig und letztlich haben wir die Rückkehr von Paul Allender an dem zweiten Gitarrenplatz. Dies ist ein sehr starkes Line-up und sie zeigen über das ganze Album, was sie drauf haben.
Der Sound ist sehr gut, ich liebe die Gitarren, infernalisch wie die Hölle, die Drums gehen manchmal zwischen Bass und Gitarren unter, aber es ruiniert das Album nicht.
Dieses lilane Black Metal Album wird Fans von gut gespieltem, künstlerischem und aggressivem Black Metal gefallen, ein tolles Album von den Mutantenkindern und herrschenden Meistern der Apokalypse. (Online 2. Juni 2004)
|