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Unholy Ghost - Torrential Reign (7/10) - USA - 2004

Genre: Death Metal
Label: Century Media
Spielzeit: 39:10
Band homepage: Unholy Ghost

Tracklist:

  1. The Calling Of Sin
  2. Soul Disment
  3. Eyes Of Lost
  4. Decimated
  5. Cross Contamination
  6. Denunciation (The Cursed)
  7. Entrenched Warfare
  8. Torn Apart
  9. Under Existence
  10. Torrential Reign
  11. The Apparition
Unholy Ghost - Torrential Reign

UNHOLY GHOST existieren so etwa seit einem Jahr und präsentieren uns nun ihr „Torrential Reign“ betiteltes Debüt über Century Media. Es handelt sich hierbei um eine neue Death Metal Formation, die aus drei ehemaligen Mitgliedern der Tampa Deather DIABOLIC (R.I.P.) besteht sowie Kelly McLauchlin, Gitarrist von PESSIMIST. Diese Leute verstehen ihr Handwerk und kennen die Wurzeln des US Death Metals, Brutalität und Speed.

 

Die bösen Vier machen ihre Death Metal Sache weitaus schneller als die meisten anderen Oldtimer in diesem Genre, ihre Songs sind ultra heavy und voll mit technischer Instrumentierung. Hört nur mal “Calling Of Sin”, “Soul Disment” oder “Decimated” und ihr versteht, wie brutaler Death Metal klingen soll: schnell, technisch, unheilig.

 

Doch die Band kann auch noch mehr als nur schnelle Songs zu schreiben. Es gibt auch langsamere und dunklere Rhythmen (z.B. in „Eyes Of Lost“ oder „Cross Contamination“), doch schnell kehrt man stets zurück zu den Highspeed Blastbeat Passagen, die ihr größtes Markenzeichen sind. Den Grund für ein Outro zu diesem Album kann ich nicht erkennen, es passt irgendwie nicht zu den restlichen 38 Minuten Death Metal Heaviness und es wäre wohl zweckmäßiger als Intro gewesen.

 

Drummer Aantar Lee Coates liefert Unmengen an kranken, schnellen Blastbeats und gefährlichen Fills ab, bleibt aber stets abwechslungsreich ohne in die Fusion oder Jazz Ecke abzudriften, da kann man nur von lernen! Ebenfalls auf der Bandliste der „technischen Werkzeuge“ sind die wahnsinnigen Soli. Kompromisslose und hochtrabende Skalen werden oft genützt, nahezu in jedem Song, was sie beim ersten Hören schwierig ausmachen lässt und ich frage mich immer noch was da eigentlich in „Entrenched Warfare“ abgeht.

 

Die Band wechselt oft zwischen Black und Death Metal Atmosphären hin und her, am besten nachzuhören in “Torn Apart”, die Vocals sind jedoch stets im Death Metal Bereich, abgesehen von gelegentlichen, gedoppelten Black Screamings (aber nicht die grimmigen Black Metal mäßigen).

 

Juan „Punchy“ Gonzalez (MORBID ANGEL) ist für den rohen Sound verantwortlich; seine Produktion von MORBID ANGEL’s „Heretic“ fügt dem Ganzen eine kältere Atmosphäre hinzu und lässt einen nach mehr verlangen, außerdem kann man mit jedem neuen Hören immer mehr neue Details entdecken.

 

Kein Klassiker, kaum originell, aber gutklassiger US Death Metal mit dunklen Untertönen. Ist was für Fans von Bands wie DEICIDE, MORBID ANGEL, NILE, HATE ETERNAL… die Liste kann man ewig fortsetzen. (Online 18. Juni 2004)

Frodi Stenberg



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