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Golem - Dreamweaver (8/10) - Deutschland - 2004

Genre: Death Metal
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 62:59
Band homepage: Golem

Tracklist:

  1. Al-Ghanor
  2. Starchild >mp3
  3. Remote Control
  4. Breeder
  5. Afterglow
  6. Rose
  7. Tomb
  8. Diaspora
  9. Faces
  10. The Tower
  11. Dreamweaver
  12. Le Sacre Du Printemps (hidden bonus track)
Golem - Dreamweaver

In letzter Zeit kann ich mit Death Metal nix mehr anfangen, ich finde (dies ist meine rechtmäßige Meinung), dass die meisten heutigen Bands musikalisch schon damit zufrieden sind, wenn sie dieselben Pfade wie die ihrer Vorgänger begehen. Wenn also eine Band einen etwas weniger begangenen Pfad betritt, ist meine Aufmerksamkeit ihnen gegenüber schon höher.

 

Ein einschlägiges Beispiel sind GOLEM. Diese Band möchte die Missverständnisse, die man mit dem Begriff Death Metal belegt, auseinander reißen. Anstatt die gewalttätigste, schnellste, brutalste Band sein zu wollen (was normalerweise in einer Kopie von HATE ETERNAL endet), verwenden sie geschicktere Stilmittel. Was mir als erstes bei dieser Band auffiel, waren ihre dissonanten Akkorde und Melodien um den Hörer anzulocken. Als zweitens fielen mir ihre Soli auf. Sie sind nicht die typischen „verwenden wir einfach unzählige Noten und einige Arpeggios und beenden das Ganze mit einem heftigen Angriff“ Death Metal Soli, sondern eher melodisch und farbenfroh und sind wirklich von neo-klassischer Qualität. Dies bringt mich auch zum dritten Grund, warum diese Band so erfrischend für die Extrem Metal Welt ist: sie haben Dynamik. Ihre Songs sind nicht ständig unter Volldampf und dies führt dazu, dass die gewalttätigen Elemente eine größere Wirkung auf den Hörer erzielen. Und auch im weiteren Verlaufe der CD wirkt die Musik niemals ermüdend und mein Interesse hielt die ganze Stunde voll an.

 

Wo wir schon bei Dynamik sind, der Song „Dreamweaver“ ist (wie ich denke) ein neu aufgelegtes, klassisches Stück und der Hidden Track ist ein neunminütiges Instrumental, das sehr nach CYNIC/PESTILENCE klingt und sehr gut geschrieben wurde. Perfekt um ein Album beenden zu lassen.

 

Dies ist eines der besten Death Metal Werke, das je meine Ohren verzaubern durfte. (Online 26. Juni 2004)

Armen Janjanian



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