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Messiah's Kiss - Metal (8/10) - Deutschland - 2004

Genre: Power Metal
Label: Steamhammer
Spielzeit: 54:39
Band homepage: Messiah's Kiss

Tracklist:

  1. Execrate
  2. Uncaging Rebellion
  3. Believe
  4. Metal Til We Die
  5. Fight Or Fall
  6. Holy Waters
  7. Angels
  8. Hell Or Victory
  9. Tears In The Rain
  10. Run And Hide
  11. Road To Exxtasy
  12. BlackHawk
  13. The Edge Of Sanity
  14. Dog Idols
Messiah's Kiss - Metal

Es scheint so, als ob Plakativität und Klischeeverbreitung wieder vermehrt ihren Weg zurück in den Metal zu finden scheinen. MESSIAH’S KISS ist dabei ein Vorreiter, wenn man sich nur den Titel ihres zweiten Albums ansieht, der gar nicht plakativer sein könnte: „Metal“. Die deutsch/amerikanische Kombination aus Dinslaken bringt uns 14 Mal Power Metal der traditionellsten Prägung, mit einer Menge Achtziger-Zitaten, sowohl aus Großbritannien als auch Deutschland, also nicht das, was man als modern ansehen würde.

 

Nun ist es ja so, dass ich mit den allerwenigsten Bands und Projekten von Mike Tirelli bisher etwas anfangen konnte, und davon gab es bisher ja doch einige. Der Nachfolger von „Prayer For The Dying“ fällt allerdings dankenswerter in die Kategorie der Releases, mit denen ich mich absolut anfreunden kann, da man die Einflüsse zwar durchaus deutlich ausmachen kann, gleichzeitig nicht zur puren Kopie verkommt. Heavy, riffig und verdammt tight gespielt machen MESSIAH’S KISS eine mehr als nur überzeugende Figur.

 

Nach dem Intro „Execrate“ feuern sie mit „Uncaging Rebellion“ gleich eine scharfe Granate ab, erdig, hart, ohne Bombast oder große Schnörkel, kernig und kräftig, wer sich hier an Bands wie MANOWAR, PRIEST oder MAIDEN erinnert fühlt, kann das getrost tun, denn man versucht erst gar nicht vorzugeben superoriginell zu sein, sondern einfach die Musik zu machen, die man liebt und das kommt auch beim folgenden „Believer“ durch, mit sehr fettem Bassspiel, gutem, eingängigem Refrain, der live sicherlich toll rüberkommen wird, und dem abermals harten Riffing.

 

„Fight Or Fall“ erinnert mich irgendwie an RIOT, das geile „Hell Or Victory“ irgendwie an MAIDEN meets typisch deutscher Metal (auch aufgrund des dominanten Basses), ihr seht also, wenn euch bei diesem Album immer wieder mal das Gefühl beschleicht, einen Part von der einen oder anderen Band schon einmal so oder so ähnlich gehört zu haben, braucht ihr euch nicht selbst Vorwürfe zu machen, sondern das ist absolut legitim, zumindest im Falle von MESSIAH’S KISS. Tirellis kernige Stimme tut das Ihre dazu, dass sich die Jungs nicht zu sehr nach den genannten Bands anhören und das treibende „Angels“ mit seinem großen, eingängigen Refrain muss einen als Genre-Fan einfach ansprechen, wenn nicht gar mitreißen.

 

Auf der Halbballade „Tears In The Rain“ geht Tirelli ein Duett mit der bulgarischen Sängerin Amalia ein, bevor man dann beim letzten richtigen Song „The Edge Of Eternity“ noch einmal alle Register zieht und eine geile Hymne hinlegt, nur um dann das absolut unnötige „Dog Idols“ ans Ende zu setzen, zweieinhalb Minuten von Hundeknurren oder so was, was soll das?

 

Nikolo Kotzev sorgte für einen warmen, klaren, sehr kraftvollen Sound, der dem Material auf „Metal“ so richtig Feuer verleiht und MESSIAH’S KISS’ Zweitling zu einem wirklich gelungenen Vertreter seiner Art werden lässt, auch wenn Originalität so ziemlich Null ist, dafür aber mit Leidenschaft gespielt ist, was auch schon viel wert ist! (Online 4. Juli 2004)

Alexander Melzer



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