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WW III - When God Turned Away (6,5/10) - USA - 2003

Genre: Metal
Label: Reality Entertainment
Spielzeit: 54:41
Band homepage: WW III

Tracklist:

  1. Rise >mp3
  2. Walk With Me
  3. The Last Days Of The Empire Of Ignorance
  4. Let The Flesh Rule The Mind
  5. Fighting For The Earth >mp3
  6. Garden Of Stone
  7. The Hard Way
  8. Reason
  9. Lord Of This World >mp3
  10. When God Turned Away
  11. Walk With Me (Herwig Mauer Remix)
  12. Let The Flesh Rule The Mind (Herwig Mauer Remix)
WW III - When God Turned Away

Ich kannte nur den Namen dieser Person, nicht die Musik und auch keine richtigen Bilder von Mandy. Vom Frontcover der CD her, schließe ich, dass er sich gerne mysteriös gibt. Ein schwarzer Hut bedeckt die Hälfte seines Gesichts und er trägt einen Trenchcoat, der bis zum Boden reicht. Doch wer ist dieser Mann? Nun, ich kann nur sagen, dass er ein Sänger aus der Hölle ist. „Rise“ ist ein straighter Metaltrack, der etwas nach CATHEDRAL klingt und die tiefer gestimmten Gitarren sind voll aufgedreht und erinnern mit ihrem Groove an einen BLACK LABEL SOCIETY Track. Die Drums sind heavy und unbarmherzig. Hinzu kommen Mandy’s böse Vocals, die etwas nach Chris Boltendahl von GRAVE DIGGER klingen und auch an Lee Dorian von CATHEDRAL erinnern. Wow! Welch eine Mischung. Der Track ist dunkel, aber catchy wie ein Virus und auch das Gitarrensolo rockt wie die Hölle.

 

Der britische Doom Vibe verlässt uns dann bei „Walk With Me“ und die Sache geht mehr in Richtung Metal vermischt mit Blues. Das funktioniert, wobei der Track dunkel bleibt. Der Song ist voller bemerkenswerter, grooviger Riffs und man kann dazu gut den Kopf schütteln. Mandy’s dunkle und böse Art und sein Geschreie gehen auch in „The Last Days Of The Empire Of Ignorance“ weiter. Die Grooves sind dann weiterhin da, doch „Let The Fish Rule The Mind“ ist langsamer. Der Song ist nicht so eingängig wie die ersten paar Tracks, aber er ist dennoch heavy. Könnte man aber auch überspringen, da er das Ganze doch etwas zu weit herunter zieht. Meiner Meinung streut dieser Song etwas Sand ins Getriebe. Doch bei „Fighting For The Earth“ nimmt das Ganze wieder an Fahrt auf, wobei es etwas dauert, da der Anfang nach einem Schlusstrack klingt. Muss man selbst hören. Jedenfalls ist er ziemlich seltsam komponiert worden. Doch schon gleich sind Grooves und Heaviness im simplen 4/4 Takt zurück. Dieser mittelschnelle Track ist rau, böse und heavy. Der Bass ist tief und die Gitarrensoli lassen die Ohren schmelzen.

 

Dann wird das Ganze wieder urplötzlich umgeworfen mit dem langsamen, sich hinziehenden und langweiligen „Garden Of Stone“, einer Ballade. Sie enthält Groove und hat auch Biss, aber auch nur im Refrain. Der Track zieht sich einfach zu sehr hin und ist langweilig. Bleibt lieber bei den schnellen Sachen mit Groove und eingängigen Riffs. Ich werd mich da wohl noch oft wiederholen müssen. Um eine gute Ballade zu schreiben, braucht man viel Einsatz. Und nicht jeder bringt das fertig. Manche meiner Lieblingsbands fallen da mächtig auf die Schnauze, wie etwa EDGUY und MANDY LION sind da keine Ausnahme. Lasst die Balladen und bleibt heavy. Gegen Ende der CD wird’s dann Power Metallischer mit „Lord Of This World“. Heftige Vocals gepaart mit Double Bass Drumming und heftigen Gitarrenriffs. Der Song hat dennoch Eingängigkeit, ist aber nicht so groovy wie die meisten anderen Tracks. Hier handelt es sich eher um straighten Metal der deutschen Art.

 

Der Titeltrack rundet diese CD dann ab. Er ist langsam, aber dennoch einer der besseren langsamen Tracks. Sehr stimmungsvoll, langsam und bösartig, funktioniert aber weitaus besser im Vergleich zu den beiden anderen Slowtracks. Quasi als Bonustracks lassen sich dann noch „Walk With Me“ und „Let The Flesh Rule The Mind“ mit elektronischen Elementen neu gemixt finden. Diese Remixes nerven aber und wären besser weggelassen worden. Die Scheibe ist nicht schlecht, doch nach einer Weile wiederholt sich das Ganze. Ich hätte die CD höher bewertet, aber diese beiden so genannten Balladen sind einfach zu schlecht. Doch dafür wurde ja der Skip Button erfunden. Die Produktion mag ich, denn sie verleiht dem Ganzen ein raues Feeling und sie passt perfekt zu Mandy’s Stimme und zur Musik. Wer nach böser Musik sucht, die aber kein Black oder Death Metal ist, der sollte dies hier mal antesten. (Online 23. Juli 2004)

Joe Florez



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