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Bewertungserklärung



Immemorial - After Deny (5/10) - Polen - 2004

Genre: Death Metal
Label: Conquer Records
Spielzeit: 47:05
Band homepage: Immemorial

Tracklist:

  1. Join Me In Hell
  2. Angel Of Sorrow
  3. Suicide
  4. Day Of Anger >mp3
  5. Tanatos
  6. Corrupted By Death
  7. Wooden Box
  8. Homeless Corpse
  9. Longing For A Sin
  10. Carrion
  11. Evil Fills Me
  12. Depression
Immemorial - After Deny

Genau wie bei ARCH ENEMY singt bei der polnischen Death Metal Combo IMMEMORIAL eine Frau. Ansonsten haben die beiden Bands aber nicht viel gemeinsam. Die Polen stehen wohl mehr auf Old School Gebretter wie man aus Ihrer Musik heraus hören kann. Außerdem findet sich auch schon mal die ein oder andere Black Metal Blastattacke in den Songs wieder.

 

Ich habe das zweite Album der Band, „After Deny“, jetzt bereits einige male gehört und ich muss leider sagen, dass ich etwas gespalten (aua!) bin. Auf der einen Seite gibt sich die Band wirklich mühe heftig und frisch zu klingen, wie z.B. bei Songs wie „Depression“, „Day Of Anger“ oder „Wooden Box“, auf der anderen Seite klingt aber ein Großteil der Nummer zu eintönig und ohne Abwechslung. Viele der Songs ähneln sich vom Aufbau her und es fehlt Ihnen eine bestimmte Richtung. Oft klingt alles zu zerfahren und kommt nicht richtig zum Punkt. Vom Können her kann man der Band sicher nichts vorwerfen, denn einige der Riffs hauen schon ganz gut in die Magengrube und die Blastparts sind auch nicht von schlechten Eltern. An der Fähigkeit guten Death Metal zu spielen liegt es also sicher nicht. Es fehlt halt ein wenig die Abwechslung. Ein weiteres Manko sind leider die Growls von Shouterin Karla. Die Dame schlägt sich sehr achtbar, doch an manchen Stellen merkt man schon das es ihr noch ein wenig an Power fehlt. Außerdem und dafür kann sie natürlich nichts, sind ihre Growls sehr weit in den Hintergrund gemischt worden, so dass oft nur irgendein „Gegrummel“ zu hören ist. Sehr schade, denn ich denke die Frau könnte es besser. Der restliche Sound der Platte ist aber eigentlich ok. Die Energie der Musik wurde gut eingefangen und sogar der Snaresound der ja bei vielen anderen Bands dieses Genres oft nach Pappkarton klingt, kommt auf „After Deny“ sehr gut daher.

 

Wie ihr also seht hat „After Deny“ seine positiven wie auch negativen Seiten und daher treffe ich mich von der Bewertung her auch genau in der Mitte. Das Album ist nicht grottenschlecht, aber ob die Band damit wirklich genügend auf sich aufmerksam machen kann ist fraglich. Die Szene ist momentan überlaufen mit Bands und gerade der Death Metal steuert wieder auf einen neuen Overkill zu, also sollte man sich schon etwas einfallen lassen. IMMEMORIAL haben mit Sicherheit das handwerkliche Können um mehr zu reißen. Wenn die Truppe weiter am Ball bleibt und beim nächsten Album etwas mehr Wert auf Abwechslung im Songwriting legt ist dann bestimmt auch eine höhere Bewertung meinerseits drin. „After Deny“ können sich Deathheads natürlich trotzdem mal anhören um sich ein eigenes Bild zu machen.

 

Anspieltipps: “Day Of Anger”, “Wooden Box”, “Depression”... (Online 27. Juli 2004)

Patrick Weiler



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