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Godüs - Hell Fuck Demon Sound (7/10) - Spanien - 2004

Genre: Black Metal
Label: Xtreem Music
Spielzeit: 32:00
Band homepage: Godüs

Tracklist:

  1. Megatomic Nightmare >mp3
  2. Hell Fuck Demon Sound
  3. Storm Of Bullets
  4. Atomic Condemnation
  5. Tear Your Soul Apart
  6. War, Blood & Agony
  7. We Are Godüs
  8. Triumphant Gleam
Godüs - Hell Fuck Demon Sound

Es ist recht ungewöhnlich, dass eine Black Metal Band aus Spanien kommt, doch hier sind GODÜS und ihr erstes Full-Lenght Album auf dem viel versprechenden Xtreem Music Label. Ihr Stil ist sehr aggressiv und ist gekennzeichnet durch extremes Blasting und eine fantastisch aggressive Gesangsleistung. Wer Fan von 1349 ist, wird sicherlich auch hier Gefallen finden.

 

Die anfänglichen Klänge von „Megatomic Nightmare“ sind etwas irreführend aufgrund des düsteren, fast schon kühl melancholischen Tempos und dies führte schon dazu, dass ich etwas in der Richtung FORGOTTEN TOMB und ESOTERIC erwartete. Doch so ist es leider nicht, denn GODÜS zeigen kurz darauf ihr wahres Gesicht in der Form von wütendem Black Metal. Die Atmosphäre und Melodie war dahin und an ihre Stelle tritt pure Aggression.

 

Die Ausrichtung des Materials hat etwas von den norwegischen Größen wie DARKTHRONE oder MAYHEM, aber ihr Spiel ist lockerer als das der beiden genannten Bands. Diese Lockerheit ist Problem Nummer Eins, denn oft wirkt ihr Spiel unsäglich schlampig und unplatziert. Die Riffs an sich sind wenig ergiebig und langweilig und ihre gänzliche Atmosphäre ziehen sie aus der beeindruckenden Gesangs- und Percussionarbeit und insgesamt erscheint die Band als nichts Weiteres als ein sehr aggressiver und nihilistischer Haufen.

 

„Hell Fuck Demon Sound“ ist eine Frage von Erscheinung oder Musik und in diesem Fall ist ersteres (beabsichtigt) stärker und da man eine tolle, scharfe Produktion hat, erzielt die Band auch den gewünschten Effekt. Mein Problem dabei, ist, dass es viel zu viele ähnlich geartete Bands bereits gibt und diese es teilweise weitaus besser machen, wer also Fan von MARDUK’s „Panzer Division Marduk“ oder 1349’s „Liberation“ ist, der verpasst nicht wirklich etwas, wenn er sich das hier entgehen lässt. Dennoch hat man einige sehr annehmliche Tracks auf dem Album, wie etwa das epische „We Are Godüs“.

 

Die Probleme der Band werden aber am meisten am finalen Track “Triumphant Gleam” deutlich, einem DARKTHRONE Cover vom starken „Panzerfaust“ Album. Die Tatsache, dass dieser Track ganz klar der beste des Albums ist, die besseren Riffs und eine richtige Atmosphäre enthält, beweist, dass eben eine Klassikerband wie DARKTHRONE um Längen besser ist. Das Cover ist dennoch gut gemacht, ein passender Tribut und es passt perfekt zum GODÜS Sound, aber dieser starke Track verdeutlicht eben nur, wie schwach ihr eigenes Material ist.

 

Ich hoffe, die Band lernt bei ihren eigenen Inspirationen und lässt ihre aggressiven Tendenzen besser erscheinen, indem man sie mit etwas anderem kontrastiert. Mehr effektive Melodien und Riffs und ein wenig mehr Übung um tighter zu werden, würde die Band weitaus besser machen. Bis dahin ist das Ganze bei weitem nicht schlecht, aber auch weit davon entfernt, essentiell zu sein. (Online 3. August, 2004)

Niall Kennedy



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