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Threshold - Subsurface (9/10) - Großbritannien - 2004

Genre: Progressive Metal
Label: InsideOut
Spielzeit: 62:52
Band homepage: Threshold

Tracklist:

  1. Mission Profile >mp3
  2. Ground Control
  3. Opium
  4. Stop Dead
  5. The Art Of Reason
  6. Pressure
  7. Flags And Footprints
  8. Static
  9. The Destruction Of Words
  10. What About Me (Special Edition Bonus)
Threshold - Subsurface

Auf kaum ein anderes Album habe ich dieses Jahr mehr gewartet als auf „Subsurface“ von THRESHOLD. Nach dem Meisterwerk „Hypothetical“ (2001) und dem ebenfalls sehr starken „Critical Mass“ (2002), war ich sehr gespannt auf den neusten Output dieser Ausnahmeband.

 

Und die Herrschaften um die beiden Bandköpfe Richard West (Keyboards) und Karl Groom enttäuschen ihre Fans auch anno 2004 nicht. „Subsurface“ ist ein richtiger Knaller geworden. Der hochmelodische und super eingängige Opener „Mission Profile“ erweist sich bereits als Hit in typischer THRESHOLD Manier. Auffällig, natürlich wieder die glasklare, powervolle Gitarrenwand von Karl Groom und Nick Midson, so wie der sehr facettenreiche Gesang von Andrew „Mac“ Dermott. Der Song dürfte definitiv einen Weg in das Liveset der Band finden. Das nachfolgende Duo „Ground Control“ und „Opium“ schlägt in die gleiche Kerbe. Wobei „Ground Control“ etwas komplexer daher kommt als die beiden anderen Songs und auch erst mit mehrmaligem Hören wächst. Wenn man die Nummer gänzlich erfasst hat, mutiert sie aber zu einer der Besten auf „Subsurface“. Song Nummer vier, „Stop Dead“, ist ebenfalls etwas komplexer als das übrige Material, aber auf der anderen Seite auch mit relaxteren Parts versehen. Wächst auch erst nach einigen Durchläufen, setzt sich dann aber auf einem hohen Niveau fest.

 

Was wäre eine THRESHOLD Platte ohne eine Nummer über zehn Minuten? Richtig, nicht auszudenken! Deshalb gibt es auch auf „Subsurface“ einen Song der diese Marke überspringt. „The Art Of Reason“ ist ein Epos in der Art von „The Ravages Of Time“ oder „Critical Mass“. Allerdings kann der Song mit den beiden Meisterwerken nicht ganz mithalten. Was für mich speziell an dem etwas poppigen Refrain liegt. Er ist zwar sehr eingängig, aber für mich eine Nummer zu catchy. Aber hier kann man definitiv nicht von einem Ausfall sprechen. Zum nachfolgenden „Pressure“ findet sich auf der Special Edition Version der Platte übrigens ein nettes Video. Der Song an sich ist eines der Highlights der Scheibe. Heavy, aber trotzdem melodisch. Ein Ohrwurm wie man ihn von der Band erwartet, Spitze! „Flags And Footprints“ ist eine typische, von Mac sehr gut in Szene gesetzte, Halbballade. Wenn der Mann singt, schmilzt sogar meine Freundin dahin (die kaum Metal hört). Einfach genital (sorry :). Das folgende „Static“ dürfte der härteste Song der Platte sein, zumindestens was die Riffs angeht und das verträumte „The Destruction Of Words“ rundet die reguläre „Subsurface“ Scheibe perfekt ab. Die Limited Edition enthält neben dem oben bereits erwähnten Video noch den Bonustrack „What About Me“, den Drummer Johanne James geschrieben hat. Nicht unbedingt ein Lied, welches typisch für die Band wäre, aber ein weiterer schöner Farbtupfer im THRESHOLD Regenbogen.

 

Textlich handelt es sich bei „Subsurface“ um kein Konzeptalbum, aber ein roter Faden ist doch in den Songs auszumachen. Hauptsächlich geht es um den Niedergang der Gesellschaft und der Welt auf all seinen Ebenen. Der Sound ist wie am Anfang schon erwähnt wieder mal Spitzenklasse.

 

„Subsurface“ ist ohne Zweifel ein weiterer Meilenstein auf dem Weg einer wirklich außergewöhnlichen Band. Die Spitzenplätze gehören zwar in meinen Ohren weiterhin „Hypothetical“ und „Critical Mass“, „Subsurface“ ordnet sich aber sehr dicht dahinter ein. Jeder der im melodischen Prog Metal Bereich mitreden will kommt an diesem Album und THRESHOLD im Besonderen, nicht vorbei! Ich habe noch keine Band gesehen, die seit Beginn ihrer Karriere nur starke Alben veröffentlicht hat (noch nicht mal MAIDEN oder DREAM THEATER). Für „Subsurface“ herrscht höchste Kaufpflicht, genau wie für alle anderen Platten der Band.

 

Anspieltipps: alle (Online 7. September 2004)

Patrick Weiler



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