The Metal Observer - Everything in Metal!

Band-Archiv: Metalheads online.  
# | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z Nach Land | Nach Stil | Nach Reviewer






Bandhistory folgt.

Weitere Reviews
Aktuelle Updates
Artikel drucken
Bewertungserklärung

33 tablaturen für Incantation


Incantation - Decimate Christendom (5,5/10) - USA - 2004

Genre: Death Metal
Label: Listenable Records
Spielzeit: 48:38
Band homepage: Incantation

Tracklist:

  1. Decimate Christendom >mp3
  2. Dying Divinity
  3. Oath Of Armageddon
  4. Blaspheme The Sacraments
  5. Merciless Tyranny
  6. Horns Of Eradication
  7. Unholy Enpowerment Of Righteous Deprivation
  8. Thorns Of Everlasting Persecution
  9. No Paradise Awaits
  10. Eternal Darkness Under Conquered Skies
  11. Feeble Existence
  12. Exiling Righteousness (Bonus Track)
Incantation - Decimate Christendom

Die unheilige Death Metal Dampframme INCANTATION hat in ihrer fünfzehnjährigen Karriere viel gemacht. Vierzehn Releases, zahllose Kilometer auf Touren auf dem gesamten Globus und zweifellos unzählbare Stunden harter Arbeit von allen Mitgliedern der Band. Während ich mir ihr aktuellstes „Decimate Christendom“ anhöre, kriege ich das Gefühl, dass die größte Leistung der Band immer noch ihre Arbeit mit anderen Bands ist. Sie haben vielen der heutigen führenden extremen Acts die erste Gelegenheit geboten, mit ihnen durch die USA zu touren. Zu diesen Bands gehören solche Dämonen wie NILE, DECAPITATED, KATAKLYSM, ENSLAVED und KRISIUM sowie VEHEMENCE, PUNGENT STENCH, ABSU und die Japaner DEFILED. Nun ist das hier mein erster Kontakt mit der Band, also kann ich nicht sagen, wie gut sie vorher waren, aber was ich höre, berechtigt ihren Titel als „berüchtigte Death Metal Institution und Pfeiler der internationalen Underground Metal-Szene“ nicht wirklich. Ebenso wenig macht es mich glauben, dass sie einst die Innovatoren des New Yorker Death Metal Stils waren, obwohl sie es am Anfang ihrer Karriere gewesen sein könnten.

 

Der Grund, warum ich das sage, ist, dass „Decimate Christendom“, für mich, ein durchschnittliches brutales Death Metal Brett mit einigen Licht-(oder im Falle dieser blasphemischen Jungs, Dunkelheit-)blicken ist. Zum Beispiel ist „Merciless Tyranny“ ein exzellentes Stück zermalmenden Death Metals. Gute Riffs, solide Schlagzeugarbeit, zerstückelnd und direkt. Der folgende Track ist dann ein hoffnungsloser Fall. Nachdem er vorbei ist, kann ich mich nicht wirklich daran erinnern, wie er war. Je mehr ich mir die CD anhöre, umso mehr wandelt sie sich von anständig zu ermüdend. Und sehen wir der Wahrheit ins Gesicht, das Album ist zu weitschweifig. Nach kurzer Zeit beginnen die Songs, sich zu wiederholen und alles, was zurückbleibt, ist eine langweilige Masse aus grauer Materie. So etwas wie die sinnlose Instrumentierung am Ende von „Feeble Existence“ hilft da auch nicht. Oh, und was ist mit den Titeln? Sicherlich blasphemisch, aber immer noch ziemlich kitschig. Aber ich muss ihnen Pluspunkte dafür geben, dass sie in der Lage sind, die Worte „unholy“ und „righteous“ in demselben Tracknamen zu benutzen.

 

Der neue Sänger der Band (Mike Saezist ist nach “Blasphemy” gegangen), John McEntee (auch der Gitarrist – die Band wurde zu einem Trio reduziert), ist, obwohl er eindeutig ein geschickter Gitarrist ist, kein sehr guter Sänger. Ich kann nicht einmal sagen, was es ist, das mich an seiner Stimme stört. Sie ist einfach zu durchschnittlich, denke ich. Abgesehen davon kann ich wirklich nichts über die Musizierung sagen, da die Promo, die ich bekommen habe, eine nicht gemasterte Version der CD ist. Allerdings hoffe ich, dass sich die Drums auf der gemasterten Version genauso trocken anhören wie hier drauf. Sie erinnern mich an LAMB OF GOD’s „New American Gospel“, was eine gute Sache ist, da die Drums eins der Dinge waren, die mir an „NAG“ in erster Linie gefallen haben.

 

INCANTATION’s “Decimate Christendom” war für mich eine Enttäuschung. Ich habe von solch einer Kult-Band etwas mehr erwartet und alles, was ich bekommen habe, war eine durchschnittliche Portion blasphemischer Death Metal. Ich habe sie gekaut und gekaut, aber ich kann abgesehen von einigen leckereren Stücken keinen Geschmack daraus bekommen. Es gibt noch nicht mal einen Nachgeschmack, außer dem Verlangen nach etwas süßem Saft. Also kann ich das nur Fans der Band und denjenigen DieHard Death Metal Fans empfehlen, die keine rohen Fleischscheiben mehr haben und genug Geld haben, um es für etwas auszugeben, das ihr wahrscheinlich nur ein paar Mal anhören werdet, bevor ihr es zum Staub fangen weglegt... (Online 11. September 2004)

Jari Huusko



© 2000-2013 The Metal Observer. Alle Rechte vorbehalten Haftungsausschluss