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Wither - Breakthrough (8,5/10) - USA - 2004

Genre: Gothic Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 54:49
Band homepage: Wither

Tracklist:

  1. Muse
  2. Together
  3. Revisited
  4. Human Condition
  5. Else Over
  6. Sin
  7. Starry Night
  8. Fountain
  9. Malkuth
  10. Avalon
  11. Breakthrough
Wither - Breakthrough

Zum zweiten Mal beehren mich die Kalifornier von WITHER nunmehr, nach „Origin“ 2002 liegt nun „Breakthrough“ vor und ich wage die Prognose, dass in diesem Falle der Titel des Albums durchaus das Potential hat als Prophezeiung durchzugehen, denn was mir hier vorliegt kann sich mit den meisten der artverwandten Veröffentlichungen da draußen absolut messen.

 

1997 in San Diego gegründet, formierte sich im Laufe der Zeit ein schlagkräftiges Line-Up, das sich immer mehr eine ganz eigene Nische zwischen Gothic Metal und Doom Metal meißelte, die sich eben 2002 erstmals in einer Aufnahme äußerte: „Origin“. Das wohl prägendste Element des WITHER-Sounds waren bereits damals die Vocals, die sich die beiden Edelman-Brüder Jeff und Keith teilten und ihr könnt euch vorstellen, wie froh ich war, als ich las, dass sich mit Ausnahme der Drums nichts am Line-Up und der Verteilung der Aufgaben geändert hatte.

 

Es gibt verschiedene Arten der Weiterentwicklung und eine davon ist die Reifung und Verfeinerung des eigenen Sounds, was auch die Richtung ist, die WITHER in den vergangenen zwei Jahren verfolgten. Der Gothic Metal ist nach wie vor die Grundlage, allerdings wurden Teile des Doom-Anteils durch Elemente aus dem Prog ersetzt und damit das Material nochmals angereichert, ohne dabei aber die Markenzeichen zu verwässern oder alte Fans vor den Kopf zu stoßen.

 

Vom Opener „Muse“ an wird deutlich, wie sehr sich WITHER im Vergleich zum Vorgänger noch weiter steigern konnten, trotz der großen Eingängigkeit des Songs hat alles eine Kraft und Tiefe, die alles mit einer Reife ausstattet, die durch die sehr eigenständig klingenden Vocals noch weiter verstärkt wird, welche sehr ausdrucksstark, emotional und stellenweise etwas weinerlich klingen und damit die perfekte Vervollkommnung des WITHER-Sounds darstellen.

 

Bei „Together“ kommen die progressiveren Teile etwas stärker zum Tragen, insbesondere im Rhythmus zeigt sich dies, während gleich darauf „Revisited“ härter und straighter daher kommt, auch mit einem gewissen Doom-Touch, aber die Vocals lassen alles eindeutig als WITHER erstrahlen, gipfelnd im sehr eindringlichen Refrain. Und es wird noch besser, denn „Human Condition“ beginnt sehr atmosphärisch und warm, bevor der Song wieder in den ganz eigenen Gothic Metal übergeht, der starke Keyboards und starke Gitarren in sich vereint und auch ein paar Gesangseffekte wie Growls und Flüstern (im Zwiegesang) mit sich bringt.

 

Das Duo „Malkuth“ (sehr kraftvoll, auch in den Vocals mit mehr Power) und „Avalon“ (schleppend und hart) ist bereits von „Origin“ bekannt und hat auch im Jahre 2004 absolut nichts von seiner Klasse und Faszination eingebüßt!

 

Die Produktion aus den Händen von Richard Carr ist wie bereits beim Debüt klar und kraftvoll ausgefallen und gibt den Songs den Raum, den sie brauchen und verdienen, um ihre wahre Kraft zu entfalten. Bis zum heutigen Tage stehen WITHER aber nach wie vor ohne Plattenvertrag da, was mehr und mehr zu einem Verbrechen wird, denn diese Band hat schier unermessliches Potential und klingt dabei auch immer noch eigenständig, tut euch selbst einen Gefallen und checkt WITHER ab, beide Seiten werden es euch danken! (Online 21. September 2004)

Alexander Melzer



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