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Six Degrees Of Separation - Moon 2002-Nocturnal Breed (7,5/10) - Tschechische Republik - 2002

Genre: Heavy Metal / Doom Metal
Label: Elysion Music
Spielzeit: 49:21
Band homepage: Six Degrees Of Separation

Tracklist:

  1. Invitation
  2. Prayer
  3. The Whisperer >mp3
  4. Nightbreath
  5. Dream And Reality
  6. Moon And Lust
  7. Seeds Of Evil
  8. Nameless Forever
  9. On Wings Of Long Slow Dreams >mp3
  10. Immortal Sins / Succubus Nights
  11. Raven Comes
  12. We Shall Start The Fire >mp3
  13. Across The Unseen Border
Six Degrees Of Separation - Moon 2002-Nocturnal Breed

SIX DEGREES OF SEPARATION? Noch nie von ihnen gehört und das obwohl wir hier mit “Moon 2002-Nocturnal Breed” schon das dritte Album der Tschechen vorliegen haben. Die Band wurde 1996 auf den Trümmern von ABYSS gegründet und bereits nach drei Monaten sah das erste Demo, „Dark Ages“, das Licht der Welt. 2000 folgte dann „When Autumn Comes…“, mit der neuen Sängerin Magda Malaníková (Tereza Holíková war auf dem Debüt nur als Gast zu hören) und anscheinend recht positivem Doom, lyrisch gesehen.

 

2001 schließlich begab man sich abermals ins Studio, um die hier nun vorliegende CD „Moon 2002-Nocturnal Breed“ einzuspielen und ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, was mich erwartete, wohl am Ehesten noch Gothic Metal, aufgrund der zwei Sänger, aber nein, das ist es so ganz und gar nicht, was nach dem Intro „Invitation“ an mein Ohr dringt, denn das ist eine reichlich dynamische Mischung aus Doom und Heavy Metal! Ihr mögt nun vielleicht sagen, dass das so gar nicht zusammen passt, aber SIX DEGREES OF SEPARATION kombinieren die Kraft und Melodie und teils auch die Geschwindigkeit des Heavy Metal mit der intensiven Atmosphäre des Doom.

 

„The Whisperer“ hat auch diesen starken Heavy Metal-Touch, teilweise durchaus von Double-Bass vorangetrieben, aber mit den recht orchestralen Keyboards und den interessanten, nicht so polierten Vocals kombiniert, schaffen es die Tschechen ihrer Musik einen ganz eigenen Klang zu geben und zudem auch noch die Songaufbauten interessant zu halten. „Nightbreath“ zeigt sich dann auch im Tempo doomiger, bricht die Struktur allerdings immer wieder mit schnelleren Ausbrüchen auf. Auf „Dream And Reality“ kann Magda so richtig zeigen, was in ihr steckt, sehr ausdrucksstark, wie auch im exzellenten „On Wings Of Long Slow Dreams“, in dem sie etwas von heroischen Männervocals unterstützt wird, eingebettet in einen schleppend-epischen Song, während die Band mit dem kurzen und bündigen „We Shall Start The Fire“ noch eine kleine Überraschung am Start hat, zu Beginn mit „Fire“-Shoutgesang, dann teilweise Double-Bass-unterlegt und selbst eine Orgel hat ihren Weg hereingefunden.

 

Eines der prägendsten Stilmerkmale sind die Vocals von Magda, die nicht den üblichen Sopran hat, sowie Radek Zábojník, die gleichzeitig melodiös und rau sind und damit die Musik maßgeblich beeinflussen. Die Songs tragen eine Menge Potential in sich, wirken teilweise aber noch nicht vollends zu Ende arrangiert, lassen SIX DEGREES OF SEPARATION also durchaus noch Raum für Verbesserungen. Dennoch muss ich sagen, dass mich dieses Album ziemlich positiv überrascht hat und nicht nur gut, sondern zugleich auch noch zu einem gewissen Grade eigenständig ist, ohne den Hörer zu überfordern. (Online 2. Oktober 2004)

Alexander Melzer



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