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Nach nun fünf Alben in ihrer Karriere wird etwas Großes von den Metal-Händlern SHADOWS FALL aus Massachusetts erwartet. Nachdem sie ihr Line-Up stabilisiert haben, konzentriert die Band jetzt Aufmerksamkeit und Energie auf die Aufnahme eines Nachfolgers der gut aufgenommenen Wand aus Heavy Metal-Lärm, die „The Art Of Balance“ war. SHADOWS FALL einfach als Thrash Metal Band zu bezeichnen, tut ihnen großes Unrecht. Sie umfassen viel mehr als nur Thrash. Zunächst einmal ist in so ziemlich jeden Song viel mehr Power Metal-Melodik eingewoben als dein durchschnittlicher Thrash. Sicher, die Vocals benutzen MACHINE HEAD- und KILLSWITCH ENGAGE-artiges animalisches Schreien, und das Drumming besteht aus tausend Hammerschlägen pro Minute, aber an SHADOWS FALL gibt es so viel mehr als nur den klischeeartigen EXODUS/TESTAMENT-Thrash.
Der Opener “The Light That Blinds” ist eine Hommage an METALLICA und SLAYER, wobei die akustische Einleitung einer verstimmten, im Gehirn schmerzenden Todesliste eines Riffs weicht. Die Vocals beißen und knurren und die Drums donnern. Dann ist es Business as usual. Zu den herausragenden Tracks gehört das Power Metal Riffing von „Act Of Contrition“. Die Riffs schlagen auf einen ein, die Lead-Arbeit von Jonathon Davis ist exzellent. „What Drives The Weak“ hat eine weitere leckere Power Metal Einleitung, die in klaren Gesang von Brian Fair mündet, der an heaviere Annihilator erinnert. „The Power Of I And I“ muss besonders herausragen, da die Riffs sich bis zum Nasenbluten-Level anhäufen, wohingegen „Ghost Of Past Failures“ eine glorreiche ICED EARTH-artige Power Metal Ausarbeitung ist. Auf „The War Within“ wird noch mehr Wut und Angst zu einer wilden Metal-Attacke geschliffen, und glücklicherweise passiert nicht alles mit Warp-Geschwindigkeit, in der Tat sind einige der besten Momente von SHADOWS FALL akustisch und wenn sie auf Power Metal Geschwindigkeit heruntergehen.
Ich denke nicht, dass “The War Within” eine Weiterentwicklung von „Art Of Balance“ darstellt, sondern es hat mehr Drehungen und Wendungen, mehr Riffs, mehr Wildheit und mehr Heavy Metal als man sich wünschen könnte. Was eigentlich habt ihr von SHADOWS FALL erwartet, uns zu geben? Das hier ist Metal im Jahr 2004. Er verkörpert all das aus den 80ern, was gut war, von MAIDEN über PRIEST zu SLAYER und METALLICA bis hin zu dem neuen Stoß Metal in der Gestalt von KILLSWITCH ENGAGE und SOILWORK und verpackt es in einer blühenden Masse aus dem härtesten zuschlagenden, intensiven Metal, nach dem man verlangen könnte. Die Riffs sind kraftvoll und komplex, die Soli laufen hysterisch, die Drums sind das Artilleriesperrfeuer aus der Hölle. Die Vocals reichen von harsch bis klar und doch ist inmitten dieses schallenden Bombasts eine technische Leistung, die gleichermaßen entzückt und erschreckt.
SHADOWS FALL ist Metal im Jahre 2004 und einer der besten, die es gibt. (Online 2. November 2004)
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