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1 tablatur für Crematory


Crematory - Revolution (8,5/10) - Deutschland - 2004

Genre: Gothic Metal
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 46:48
Band homepage: Crematory

Tracklist:

  1. Resurrection
  2. Wake Up
  3. Greed
  4. Reign Of Fear
  5. Open Your Eyes
  6. Tick Tack
  7. Solitary Psycho
  8. Revolution
  9. Human Blood
  10. Red Sky
  11. Farewell Letter
Crematory - Revolution

Wer hätte gedacht, dass sich diese Krauts wieder zusammenfinden und all euch Anhänger der Dark-Wave-Bewegung noch glücklicher machen würden? Obwohl die Verkaufszahlen von "Believe" recht ordentlich waren,  hatte die Band dennoch das Handtuch geschmissen, da es nicht profitabel genug war, um davon leben zu können. Nun, vor über einem Jahr brachte Nuclear Blast eine METALLICA-Homage-CD heraus und diese Jungs wurden gebeten, eine eigene Version von "One" aufzunehmen. Danach beschloss die Band, es noch einmal zu versuchen. Alles was ich zu sagen habe ist: wenn ihr altgediente Fans dieser Band seid, hört jetzt auf zu lesen.

 

Wie ihr wisst war "Believe" sehr Pop-orientiert als es veröffentlich wurde und viel kommerzieller. Sie haben diese Richtung beibehalten und das Ergebnis ist sehr farbenfroh. Falls ich auch nur einen weiteren Introtrack hören, muss bevor es losgeht, werde ich schreien. Die Dinger gehören auf immer verboten! "Resurrection" hatte mir Sorgen bereitet da es sehr langsam und melodisch war, und viel elektronischer. Aus dem Grund habe ich gewartet, bis der erste richtige Track "Wake Up" begann, und der Name ist Programm. Die schön zermalmend klingenden Gitarren setzen sofort ein, so wie die typisch monotone Krümelmonsterstimme von Felix. Dieser Track geht wirklich in viele verschiedene Richtungen, denn innerhalb von Sekunden landen wir ausgehend von metallischen Riffs bei Nu Metal, die alle die von Katrin am Keyboard geschaffene einzigartige Atmosphäre umspielen. Mathias sorgt mit seinen cleanen Vocals für einige Abwechslung. Von dem was ich bisher gehört habe ist dieses Album nicht ganz so Gothic wie CREMATORYS altes Material. Es ist dunkle, ergreifende und schöne Musik, aber definitiv nicht freudlos.

 

Mit "Reigns Of Fear" lebt das Album wirklich auf. Man kann ihn einen Elektro/Industrial/Gothrock-Track nennen. Das Keyboard sorgt für die düstere und romantische Atmosphäre, für die der Gothaspekt steht, aber es gibt auch eine Menge elektronische Einflüsse zusammen mit den Gitarrenriffs und dem recht heftigen Drumming, was sich ziemlich interessant anhört. Wenn ihr zum nächsten Mal in einem Gothclub seid braucht ihr nicht überrascht zu sein, wenn dieser Track aus den Boxen dringt. "Open Your Eyes" stellt sich als genauso groovy, ansteckend und heftig heraus wie der zuletzt erwähnte Track. Was mir hier aufgefallen ist, dass Felix seine Stimme etwas variiert, was für etwas Abwechslung sorgt die er wirklich mal nötig hatte. Wenn auf dem Booklet nicht "Tick Tack" gedruckt stünde sollte man meinen, es wäre der neueste Song von RAMMSTEIN. Hier findet man alle Zutaten, die RAMMSTEIN verwenden um ihre Songs einprägsam zu machen und auch CREMATORY haben damit Erfolg.

 

Wieder einmal gibt es von CREMATORY ein Album, das in seinem Klang sehr variabel ist und mit einigen Überraschungen aufzuwarten weiß. "Revolution" ist genauso kommerziell und Pop wie "Believe", wenn nicht sogar noch mehr, und das ist so in Ordnung. Die solide, dichte, saubere und schwere Schlagzeugarbeit von Markus trifft wie immer genau das Ziel, die einzigartige Atmosphäre, die Katrin zur Band beisteuert ist so unverbraucht und unterhaltsam wie immer, und Felix' düstere Growls sind unvergesslich. So sehr mir Mathias' cleaner Gesang auch gefällt, mochte ich Lotte doch stets mehr. Ich bin mir nicht sicher wieso, aber er hatte einfach das gewisse Etwas, das nicht ersetzt werden kann. Falls ihr abenteuerlustig genug seid, die Vergangenheit dieser Band nicht weiter zu beachten, kann ich dieses Album nur empfehlen. Es wird euch von Anfang an fesseln. (Online 7. November 2004)

Joe Florez



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