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Transmission 0 - 0 (6,5/10) - Niederlande - 2004

Genre: Alternative Metal
Label: Go Kart Records
Spielzeit: 52:22
Band homepage: Transmission 0

Tracklist:

  1. Journey >mp3
  2. VS. Vampire
  3. San Miguel >mp3
  4. ****
  5. The Return
  6. U-Boot
  7. Dust Like Sand >mp3
  8. Ether
  9. Serenity
  10. ******
Transmission 0 - 0

Die meisten Leute haben vielleicht gemerkt, daß Go Kart Records normalerweise mit Punk Rock-Bands assoziiert werden. Dieses Mal haben sie sich in bislang unbekanntes Gebiet begeben und liebäugeln nun mit der dunkleren Seite des Metal. "Journey" ist ein mehr als passend benannter Song dieser Band. Das monotone Gitarrengeschrammel zusammen mit den dichten Basslinien wird recht schnell nervig. So zieht sich das für ein oder zwei Minuten hin, bevor die Trommeln und Becken so richtig loslegen und die rauhen Vocals zu dominieren beginnen. Man wird schnell an ISIS, NEUROSIS und andere diesen Schlages denken. Es geht langsam zu, ist aber doch so abgestimmt daß das Interesse des Hörers bestehen bleibt, besonders wenn man diese Holländer zum ersten Mal hört.

 

Genauso rasch ändert sich der Musikstil aber dramatisch. "Vs. Vampire" ist hypnotischer und friedlicher, aber gewöhnt euch daran nicht zu sehr, denn der weinerliche Gesang ruiniert den melodischen Teil und sorgt während den Refrains wieder mal für Tumult. Im Anschluß ist die Stimme weich und klar und danach mal hier, mal da anzusiedeln. Nach einem zweiminütigen, von Elektrobeats gefüllten Zwischenspiel kommt "The Return", ein weiterer absolut unberechenbarer Track. Dank der Gitarrenarbeit fällt die Geschwindigkeit hier etwas höher aus. Ich würde es nicht Goth nennen; Dark Metal scheint mir passender. Eine Komposition wie diese könnte von KATATONIA stammen.

 

Die Band hat sich etwas ausgedacht, das einfach anders ist, denn jeder Track ist wahrlich einzigartig; schnöde Worte können dieser Band nicht gerecht werden. Auch wäre es falsch, sie in nur eine Stilschublade zu stecken, denn die Band wuchs über sich selbst hinaus und hat ein Album geschmiedet welches farbenfroh, tiefgehend, dynamisch und reich an Klang ist. Zunächst ist es nicht gerade ein leichtes Hörerlebnis, aber nachdem ihr es ein paar Mal gehört habt werdet ihr, denke ich, diese Band und ihr Schaffen zu schätzen lernen. (Online 18. November 2004)

Joe Florez



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