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Bewertungserklärung



Crusader - Fools (8/10) - Belgien - 2003

Genre: Epic Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 51:44
Band homepage: Crusader

Tracklist:

  1. Flowers Of War
  2. Wouldst Thou Me
  3. I...Joan
  4. Win Or Die
  5. Carnival >mp3
  6. Angus >mp3
  7. The Snow
  8. The 7th Crusade
  9. King Of Kings >mp3
Crusader - Fools

CRUSADER sind wiedermal was feines für die Obskurfraktion unter unseren Lesern. Denn für Ottonormal-Metaller wird der Sound wohl zu kauzig sein…Warum auch immer, fakt ist bei CRUSADER gibt es Emotionen pur, einen natürlich fließenden Stahlstrom, der von den eindringlichen Riffs und dem mittelhohen, sehr charakterstarken Gesang geprägt wird. Power ist angesagt, die Gitarren donnern wuchtig aus den Boxen, nie jedoch ohne das nötige Quantum an Melodie vermissen zu lassen.

 

Die Stücke sind nicht bis zum Rand mit filigranen Spielereien gespickt, es ist alles recht straight gehalten und genau das ist die Stärke der Stücke. Sie durchdringen dich wie die stählerne Spitze einer Lanze, entfalten dann ihre Widerhaken und schon haben sie Dich und lassen dich nicht mehr los…Einen starken MAIDEN-Touch meine ich ausmachen zu können und eine dicke Schippe Euro-Metal der Achtziger, sowie das Epic-Feeling ala MANILLA ROAD… Das macht in etwa den Gesamtsound der Belgier aus. Zwar fallen ein, zwei Songs etwas ab, doch wer Stücke wie „King Of Kings“ „The Snow“ (MANILLA ROAD lassen grüßen) oder das folkig angehauchte „Angus“ in petto hat, der hat bei mir schon ein Stein im Brett! Irgendwie scheinen CRUSADER in den Achtzigern hängen geblieben zu sein, denn hier gibt es keinen modernen Ton zu hören.

 

Der „analoge“ Sound wurde so authentisch wie möglich gehalten, kommt aber dennoch sehr druckvoll und lebendig rüber. Sozusagen der ausgestreckte Mittelfinger gegen all die modernen, überproduzierten Metalscheiben der heutigen Zeit, die mit Pro-Tools, Trigger und Drumcomputer auf „powervoll“ getrimmt werden. Die Wahrheit ist aber, dass diese Fließbandproduktionen oft austauschbar und gesichtslos klingen…Dann lobe ich mir den schönen alten analogen, warmen Sound, wie hier! (Online 18. November 2004)

Ralf Henn



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