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VANILLA REX sind schon seit Ende der Achtziger aktiv und haben bereits eine Reihe von Demos veröffentlicht. Ich hatte noch nie etwas von dieser Band gehört, obwohl sie ziemlich direkt vor meiner Haustür ihr Unwesen treibt. Laut Info soll sich die Truppe in ihrer Vergangenheit mehr an der NWoBHM und am Power Metal orientiert haben, heutzutage klingt mir die Band aber sehr nach Progressive Metal. Die Maxi-CD „Shadows Of Insanity“ ist der Anheizer für das 2005 erscheinende neue Album/Demo der Band.
Die drei Songs gefallen mir schon beim ersten Durchlauf. Die zwischen 8 und 11 Minuten Spielzeit angelegten Tracks erinnern mich vom Stil her etwas an DREAM THEATER oder SYMPHONY X, wenn auch nicht ganz so progressive und verspielt. Wo die Amerikaner „frickeln“, setzen VANILLA REX mehr auf Power und halten so die Stücke etwas eingängiger. Besonders gut gefällt mir der melodische Gesang von Sänger Andi Wagener, der es mit einem James LaBrie aufnehmen kann. Schade nur, dass die Instrumente den armen Mann am Mikro allzu oft übertönen. Dies ist nämlich das einzige Manko was mich an dieser Maxi wirklich stört. Vor allem Bass und Schlagzeug übertönen den Rest zu sehr. Trotzdem ist das was an Gesang, Gitarren und auch an Keyboard durchkommt immer noch sehr ansprechend. Die Band versteht es gut Melodien und progressives Spiel gekonnt miteinander zu verflechten. Der Titeltrack ist der beste Beweis dafür. Mittlerweile, nach dem ich die Scheibe einige male gehört habe erinnert mich das ganze fast schon an die Koblenzer Kollegen von VANILLA REX, RA´S DAWN. Aber diese Ähnlichkeit ist wohl eher Zufall.
Ok, „Shadows Of Insanity“ kann mich bis auf den Sound überzeugen. Wenn das ganze Album mit ähnlich starken Songs aufwartet wird es ein verdammt starkes Teil. Nur am Sound sollte die Truppe noch etwas feilen, denn dieser mindert den Hörgenuß schon etwas. Ansonsten bin ich aber froh auf diese Band aufmerksam geworden zu sein und warte mit Spannung auf das Gesamtalbum. Proggies sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.
Anspieltipps: alle (Online 14. Januar 2004)
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