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4 tablaturen für Haggard


Haggard - Awaking The Centuries (9/10) - Deutschland - 1999

Genre: Classic Metal
Label: Drakkar
Spielzeit: 37:43
Band homepage: Haggard

Tracklist:

  1. Rachmaninov: Choir
  2. Pestilencia
  3. Heavenly Damnation
  4. The Final Victory
  5. Saltorella La Manuelina
  6. Awaking The Centuries
  7. Statement zur Lage der Musica
  8. In A Fullmoon Procession
  9. Menuett
  10. Prophecy Fulfilled / And The Dark Night Entered
  11. Courante
  12. Rachmaninov: Choir
Haggard - Awaking The Centuries

Nach "And Thou Shalt Trust...The Seer" legen die Münchner Metal-Philharmoniker nun mit "Awaking The Centuries" vor, stellen aber nach wie vor einige Ansprüche an potentielle Veranstalter, denn die Bandgröße schließt immer noch das Gros der gängigen Clubs aus.

Etwaige Gastmusiker und Ähnliches außen vor gelassen, ergab die letzte Volkszählung satte 20 Mitglieder, über sparsame Instrumentierung kann man sich auf jeden Fall weiß Gott nicht beklagen und wer nach dem Lesen der Besetzungsliste (Flöte, Oboe, Klarinette, Violine usw.) immer noch auf knackigen Fun-Punk hofft, der ist so etwas von im falschen Film...

Aber egal. Der Name HAGGARD steht nun schon seit mehreren Jahren für die klangliche Verschmelzung von Death Metal und Klassik, und zwar nicht beschränkt auf Keyboards, die Geigen darstellen sollen, sondern, siehe oben, mit einer ganzen Wagenladung richtiger Instrumente. Mastermind Asis Nasseri ist es dabei, wie bereits auf dem Vorgänger, gelungen, die beiden Extreme zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden, so dass sämtliche Instrumente miteinander harmonieren, wie meisterlich dargebracht auf dem überlangen Titeltrack oder "Prophecy Fulfilled/And The Dark Night Entered", wobei aber auch in zahlreichen Interludien der Klassik-Fan nicht zu kurz kommt. Durch die klare Produktion erhält zudem jedes Instrument gleichberechtigt seinen Platz, weder die Gitarren noch die klassischen Zutaten werden an die Wand gedrückt, wie auf METALLICAs neuestem Output.

Eine besondere Platte einer besonderen Band, die es verdient hat, aufmerksam gehört zu werden, da man solch musikalischer Feinfühligkeit nur selten begegnet!

Alexander Melzer



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