The Metal Observer - Everything in Metal!

Band-Archiv: Metalheads online.  
# | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z Nach Land | Nach Stil | Nach Reviewer






Bandhistory folgt.

Weitere Reviews
Aktuelle Updates
Artikel drucken
Bewertungserklärung

7 tablaturen für Primordial


Primordial - The Gathering Wilderness (9/10) - Irland - 2005

Genre: Pagan Metal
Label: Metal Blade Records
Spielzeit: 59:34
Band homepage: Primordial

Tracklist:

  1. The Golden Spiral
  2. The Gathering Wilderness >mp3
  3. The Song Of The Tomb
  4. End Of All Times (The Martyr’s Fire)
  5. The Coffin Ships
  6. Tragedy’s Birth
  7. Cities Carved In Stone
Primordial - The Gathering Wilderness

Ich denke, mit „The Gathering Wilderness” legen die irischen Pagan-Metalheads ihr Meisterstück ab! Es gelingt ihnen spielend, fesselnde, tiefgründige und ergreifende Songs mit Überlänge zu schaffen. Wobei der schwarzmetallische Anstrich deutlich melancholischen, doomigen Passagen weichen musste. Er ist aber stets allgegenwärtig, nur nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit. PRIMORDIAL leiden, nein wehklagen ihr Leid so dermaßen intensiv, dass man sich dem schwer entziehen kann. Ein Leid, über eine desillusionierte Welt und eine gleichgültige Menschheit!

 

Es ist eine heidnische, musikalische Reise in längst vergessene Epochen, als die Menschen naturverbunden und unverdorben waren. Dies wurde perfekt inszeniert und ich kenne nicht viele Bands, denen es gelingt eine dermaßen emotionale Stimmung aufzubauen. Wer einmal Stücke wie „The Coffin Ships“ mit seinem gigantischen Akustikeinstieg oder der Hammertrack „Tragedy’s Birth“ gehört hat, der ist gefangen…Alles Songs haben das gewisse Etwas, das PRIMORDIAL von vielen Durchschnittskombos abhebt. Der leichte BATHORY-Touch schwebt immer noch leicht über dem Material, wenngleich auch nicht mehr direkt wahrnehmbar.

 

Großes Lob auch an Sänger Alan, der hier wirklich zu Tränen rührt, mit seiner leidenden, emotional aufwühlenden Gesangsperformance. Es kommt einem manchmal vor, als läge er taktmäßig etwas zwischen der Spur und lässt Erinnerungen an Quorthon und Lee Dorrian aufkommen. Aber gerade diese Art an völlig unkommerziellem Gesang macht einen großen Reiz der Magie dieses Albums aus. Die Produktion ist sehr rau und klingt anfangs etwas spröde…Passt aber letztendlich doch ganz gut zu den Mammutkompositionen. Hier hätte womöglich eine Produktion, wie sie OPETH’s „Damnation“ hatte, besser gepasst. However: PRIMORDIAL haben großes Kino (für die Ohren) geschaffen und beeindrucken mich sehr! (Online 17. Februar 2005)

Ralf Henn



© 2000-2013 The Metal Observer. Alle Rechte vorbehalten Haftungsausschluss