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4 tablaturen für Kamelot


Kamelot - The Black Halo (9,5/10) - USA - 2005

Genre: Power Metal
Label: Steamhammer
Spielzeit: 58:43
Band homepage: Kamelot

Tracklist:

  1. March Of Mephisto
  2. When The Lights Are Down
  3. The Haunting (Somewhere In Time)
  4. Soul Society
  5. Interlude I: Dei Gratia
  6. Abandoned
  7. This Pain
  8. Moonlight
  9. Interlude Ii: Un Assassinio Molto Silenzioso
  10. The Black Halo
  11. Nothing Ever Dies
  12. Memento Mori
  13. Interlude III: Midnight - Twelve Tolls For A New Day
  14. Serenade
Kamelot - The Black Halo

Mit der Präzision eines Urwerks veröffentlicht das amerikanisch-norwegische Quartett KAMELOT schon seit 1995 seine Alben und hat sich im Laufe der Jahre in eine der eigenständigsten und besten Bands des Genres entwickelt. Das letzte Album „Epica“ 2003 war ohne Zweifel das bis dato ambitionierteste Werk der Band, nahm man sich doch den schweren Stoff von Goethes „Faust“ vor, um ihn umzusetzen. Und mit „The Black Halo“ nimmt man dieses Thema einmal mehr auf und verbindet es mit eigenen Erfahrungen und Ansichten, was zu einer weiteren sehr tiefen Erfahrung wird, die man auf unterschiedliche Weise auffassen kann, was noch mehr zur Faszination dieses Werks beiträgt.

 

Die Produktion wieder in die vertrauten und bewährten Hände Sascha Paeths und Miros legend, begab sich die Truppe ins deutsche Wolfsburg, wo sie diverse Gäste begrüßen konnten, DIMMU BORGIRs Shagrath, STRATOVARIUS’ Jens Johansson, Simone Simons von EPICA, MASQUERAIDs Mari, sowie den KAMELOT-Chor, um aus „The Black Halo“ ein Album zu formen, das zum einen nach wie vor auf dem soliden Fundament des typischen KAMELOT-Sounds aufbaut, zum anderen aber die Band doch weiterentwickelt und erfolgreich davor bewahrt auf der Stelle zu treten.

 

Wie bereits gesagt, alle gewohnten Elemente sind nach wie vor vorhanden, mit den typischen Gitarrenmelodien und Double-Bass-Attacken sowie, natürlich, Khans göttlicher Stimme, allerdings diesmal nehmen die Kompositionen durchaus auch dunklere Töne an, dabei aber immer noch sehr dynamisch bleibend und unverkennbar KAMELOT.

 

Normalerweise legen Power Metal-Bands häufig mit einem schnellen Brecher los, nicht so KAMELOT auf diesem Album, denn „March Of Mephisto“ beginnt die CD zunächst mit einem sehr epischen Soundtrack-Intro, das dann in einen sehr kraftvoll stampfenden Song übergeht, der neben Khans einzigartigen Vocals auch die charakteristische Stimme von DIMMU BORGIRs Shagrath enthält, ein sehr unübliches Element für die Band, aber als Charakter des Mephisto eine beinahe perfekte Besetzung.

 

Manch einer hat nun Befürchtungen, dass die Band insgesamt die Geschwindigkeit gedrosselt hätte, nichts da, „When The Lights Are Down“ beweist eindrucksvoll, dass man immer noch kräftig aufs Gaspedal treten kann, bevor „The Haunting (Somewhere In Time)“ ein weiteres absolutes Highlight darstellt, mittelschnell, dramatisch, düster, mit gewaltigen Melodien, dieses Album lässt sich wieder sehr stark an! Und KAMELOT lassen auch danach nicht nach, sei es der dramatische Up-Tempo-Kracher „Soul Society“, die großartige, unkitschige Ballade „Abandoned“ oder das neunminütige Epos „Memento Mori“, allesamt absolut endgeile Songs!

 

Und auch der Rest fällt dagegen nicht ab, auch wenn das erste und zweite Anhören diesen Eindruck vielleicht nicht unbedingt unterstreicht, aber schon bald entfaltet „The Black Halo“ seine wahre Größe und zeigt, dass auf sie absolut Verlass ist, nicht dass sie auf die bewährte Formel immer und immer wieder zurückgreifen, sondern dass sie ihren Sound immer wieder auf den Prüfstand stellen und sich Herausforderungen stellen ohne sich selbst untreu zu werden. „The Black Halo“ ist ohne Zweifel das abwechslungsreichste Album der KAMELOT-Geschichte, ist es das Beste? Ich würde sagen ja, auch wenn „The Fourth Legacy“ hier die bessere Bewertung hat, aber das war vor sechs Jahren… (Online 1. März 2005)

Alexander Melzer



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