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Withering Surface - The Nude Ballet (7,5/10) - Dänemark - 1998

Genre: Death Metal
Label: Euphonious
Spielzeit: 42:12
Band homepage: Withering Surface

Tracklist:

  1. Wither
  2. Ode For You
  3. Breathing Purple
  4. Will She Defy
  5. Black As I
  6. Whorebride
  7. The Last One
  8. Nude And Humble
  9. Dancing With Fairies >mp3
  10. Her Valley And Sea
  11. The Ballet
Withering Surface - The Nude Ballet

Nun, da die Band gerade als die Dinge vielversprechend auszusehen schienen, beschlossen hat das Handtuch zu werfen (R.I.P. Jungs), denke ich, dass dieses Album niemals seinen Rivalen treffen wird, zumindest nicht auf dieser Existenzebene. Die dänischen WITHERING SURFACE waren für viele eine eher unbekannte Band, sie haben vier gute, wenn auch nicht bahnbrechende Full-Length-Alben veröffentlicht, außerhalb ihres Landes getourt, internationales Lob erhalten, sie haben einfach nie wie ihre Kumpanen den Durchbruch geschafft, zum Teil aufgrund interner Konflikte, die schlussendlich zum Abgang der Band geführt haben.

 

Ich selbst wusste um den Aufenthaltsort der Band, bin aber nie dazu gekommen, sie wirklich zu testen, also habe ich „The Nude Ballet“ von einem Freund ausgeliehen und beschlossen, mir einige Zeit zu nehmen, um den Sound der Band identifizieren. Dieses Album zu hören, ist wie ein paar Jahre zurückzureisen, zurück zum Anfang/zur Mitte der Neunziger, um genau zu sein, als der Göteborg Death Metal-Sound geschmiedet wurde, frei von modernen Elementen, experimentellem Songwriting und klar gesungenen Refrains, nichts als der gute alte Mix der ersten Welle aus Melodik und Aggressivität.

 

IN FLAMES und DARK TRANQUILLITY, zwei der Urheber dieses Sounds, müssen ein entscheidender Einfluss auf diese Jungs gewesen sein. Die Dänen haben viele ähnliche Touches, beziehen aber in Sachen Gesangstechnik und Atmosphäre auch Inspiration aus dem Black Metal Sound, selbst symphonische Keys werden hier und da benutzt. Die stärksten Pluspunkte der Band sind die kreischenden Vocals und die melodische Gitarrenarbeit, diese beiden Zutaten erschaffen durch Michael Andersens geklagte (manchmal abstrakte) Poesie, welche Allan Tvedebrinks bewegende Gitarrenlinien begleitet, die Atmosphäre, die besten Beispiele für diese Zusammenarbeit sind in Songs wie „Ode For You“, „Whorebride“ und „Nude & Humble“ zu hören. „Breathing Purple“, der beste Track des Albums, hat eine heftigere Attitüde, die mit weniger Melodien und einem atemberaubenden Soloabschnitt gemischt ist.

 

Das hier wird immer mein Lieblingsalbum von W.S. sein, auch wenn es einige weniger denkwürdige Songs enthält. „Black As I“ enthält trotz des coolen Drumintros, das den Song in Bewegung setzt, eine sehr schlecht platzierte, fröhliche Death Metal Sektion, und warum „The Last One“ versucht, eine Art traurige Ballade zu sein, geht über mein Verständnis hinaus, wahrscheinlich weil es damals in den späten Neunzigern eine neue Herangehensweise an den Sound war, aber aus irgendeinem Grund ist das hier nicht frisch oder stimmungsvoll geworden. Das Album wurde in Studio Fredman aufgenommen, wobei Fredrik Nordström und IN FLAMES-Frontmann Anders Fridén die Erschaffer des gut produzierten Sounds sind.

 

Wenn ich mich nicht irre, wird das Album nicht mehr gepresst, aber man kann sich diesbezüglich jederzeit mit der Band unterhalten, da ihre Webseite noch aktiv ist. Wenn gut gespielter Melodic Death Metal mit gelegentlichen Keyboards das ist, was ihr sucht, sollte dieses Album all die nötigen Zutaten enthalten, um eure Bedürfnisse zu befriedigen, ihr könntet es noch im Regal finden, fröhliches Jagen. (Online 1. März 2005)

Frodi Stenberg



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